Die Teilnehmer aus der Region Trier beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert.

Jugend musiziert : Jugend musiziert: Ganz bestimmt kein Kinderspiel

15-köpfige Gruppe aus der Region reist zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Zufall ist es eher nicht. Ganz sicher aber Resultat einer besonders nachhaltigen und intensiven Arbeit. Wenn vom 6. bis 13. Juni in Halle der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ stattfindet, sind immerhin 15 junge Musikerinnen und Musiker aus der Region Trier dabei. Das gilt bei den strengen Bewertungskriterien, die ans Können der Teilnehmer angelegt werden, schon vorab als echter Erfolg – für Eltern, für Lehrer, aber vor allem für die jungen Menschen selber. Der Bundeswettbewerb ist so etwas wie die musikalische Eliten-Auswahl der Republik, und zugleich erstes Sprungbrett für eine Musiker-Karriere.

Eine Teilnahme am Bundeswettbewerb fällt nicht vom Himmel. Zunächst einmal mussten die Kandidatinnen und Kandidaten den Regionalwettbewerb Ende Januar absolvieren und dort zu den Besten gehören. Die durften sich dann beim Landeswettbewerb Anfang April in Mainz der rheinland-pfälzischen Konkurrenz stellen. Es sind nur die Allerbesten, die es danach zur Teilnahme am Bundeswettbewerb bringen.

Fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region sind Streicher – eine Geigerin, ein Geiger, vier Bratscherinnen, eine Cellistin, ein Cellist. Außerdem fahren zwei Sängerin in der Kategorie Pop Gesang und ein Gesangsduo nach Halle. Schließlich ist in der Kategorie „Alte Musik“ ein Blockflöten-Trio in Halle dabei. Wer hinfährt, gehört zu den Altersgruppen drei, vier oder fünf  (Geburtsdaten 2005/06, 2003/04  und 2001/02). Ihr Vorspiel wurde im Landeswettbewerb mit 23 bis 25 Punkten bewertet – 25 ist dabei die höchste Punktzahl überhaupt im Wettbewerb. Ein Kinderspiel ist „Jugend musiziert“ nicht. Wer mitmacht, hat schon im Kindesalter Jahre intensiver Arbeit am Instrument oder der Stimme hinter sich. Gerade bei Streichern beginnt die Ausbildung manchmal schon im Alter von drei oder vier Jahren. Und selbstverständlich kommt sie nicht aus ohne die beharrliche, freundliche und aufmerksame Begleitung durch Lehrer, und – vor allem – durch Eltern.

 Am Mittwoch, 29. Mai, 18 Uhr, findet im Trierer Angela-Merici-Gymnasium ein Vorspiel von Teilnehmern am Bundeswettbewerb statt. Gäste sind willkommen. Außerdem wird Lea Reutlinger bei „Klassik um 11“ (26. Mai, 11 Uhr, Promotionsaula) im Cellokonzert A-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach den Solopart spielen.

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