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Die Zeitreise durchs Land geht weiter

Die Zeitreise durchs Land geht weiter

Abenteuer Archäologie: Die Landesausstellung in Mainz ist ab März auch in Koblenz zu sehen. Und die TV-Serie erscheint als Magazin.

Die Zeitreise durchs Land geht weiter
Foto: (g_kultur
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Trier/Mainz/Koblenz Schon seit Mai feiert die Landesarchäologie ihren 70. Geburtstag mit einer großen Ausstellung in Mainz. Ein Jubiläum, dem der TV die Serie "Abenteuer Archäologie" gewidmet hat. Gibt es in Mitteleuropa doch kaum eine Landschaft, die so reich an archäologischen Schätzen ist wie Rheinland-Pfalz - und die Region Trier.
Wie sich nun zeigt, ist die Party noch lange nicht vorbei. Die Schau "vorZEITEN - Archäologische Schätze an Rhein und Mosel" kommt so gut an, dass sie nicht nur um mehrere Monate verlängert wurde, sondern 2018 auch in Koblenz zu sehen ist. Und auch unsere Serie "Abenteuer Archäologie" verewigt sich: Der TV hat die Autoren-Beiträge in einem schön gestalteten Heft der Edition Volksfreund zusammengefasst. Es bietet zum einen geballte Information über die spannendsten Epochen der rheinland-pfälzischen Vergangenheit - vom Urozean bis zur Neuzeit - sowie über die Funde, die davon zeugen. Zum anderen gibt es exklusive Einblicke in die Arbeit der Trie-rer Archäologen. Zu erstehen ist es für 5,90 Euro im Volksfreund-Shop (volksfreund-shop.de). Ein schönes Weihnachtsgeschenk für Geschichtsbegeisterte.
Für diese lohnt sich noch bis zum 7. Januar 2018 auch ein Besuch im Mainzer Landesmuseum, wo zu bestaunen ist, was die heimischen Altertumsforscher in den vergangenen sieben Jahrzehnten entdeckt haben. Ab dem 25. März ziehen die Exponate dann auf die Festung Ehrenbreitstein nach Koblenz um, wo sie in den Kasematten zu sehen sein werden. Und zwar für mehrere Jahre. Eine Befristung gibt es nicht.
"Wir sind sehr zufrieden und bekommen eine gute Resonanz. Das war für uns ein Anlass, die Exponate nicht ins Depot zu stecken", sagt Thomas Metz, Chef der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Rund 60 000 Besucher haben die Ausstellung gesehen - 20 000 mehr als zu sonstigen Sonderausstellungen ins Mainzer Landesmuseum kommen.
Tatsächlich lohnt sich die Reise durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte, 800 000 Jahre Menschheitsgeschichte und 70 Jahre Landesarchäologie. Nicht nur wegen der ebenso wertvollen wie kuriosen Exponate, sondern auch, weil die 15 völlig unterschiedlich gestalteten Räume die Fantasie beflügeln: Eigentümliche Kreaturen aus dem Urozean, der einst die gesamte Fläche des Rheinischen Schiefergebirges bedeckte, sind ebenso zu sehen wie eine versteinerte Flugmaus oder die mysteriösen Knochen von Herxheim, die darauf hindeuten könnten, dass unsere Vorfahren Kannibalen waren, zudem Kunstwerke aus Mammutelfenbein, Gold- und Silberschätze und römische Raritäten.
Rhein und Mosel waren im Laufe der Zeit mal Durchzugsgebiet, mal Machtzentrum, mal umkämpfte Grenzregion - und oft dem Einfluss ferner Kulturen ausgesetzt. All das hat seine Spuren hinterlassen.
Viele der Funde stammen aus Trier. Kein Wunder: Rings um die römische Hauptstadt reicht es oft schon, ein wenig im Garten zu graben, um auf archäologische Artefakte zu stoßen. Sowohl die Eisenzeit als auch die Römerzeit haben extrem viele spannende Spuren hinterlassen: Mehr als 10 500 Fundorte sind in der Region registriert - eine Menge, wenn man bedenkt, dass die meisten Stellen, an denen es etwas zu finden gäbe, noch immer unbekannt sein dürften. Und so bleibt die Archäologie, was sie schon immer war: ein Abenteuer.