Dramatische Schattenshow

Dramatische Schattenshow

In den Kinos ist 3-D mittlerweile ein Muss. Dass spannende Unterhaltung nicht nur live, sondern auch zweidimensional funktioniert - also in 2-D -, beweist die New Yorker Tanzkompanie Pilobolus mit ihrer "Shadowland"-Show. 2000 Besucher haben die Gruppe in der Arena in Trier gefeiert.

Trier. Die New Yorker Tanzkompanie Pilobolus, bekannt aus Fernsehsendungen wie "Wetten, dass, ..?" präsentierte mit ihrer "Shadowland"-Show eine außergewöhnliche Kombination aus Schattentheater und Ballett. In der Arena in Trier zeigte das Ensemble, wie mit mehreren beweglichen Leinwänden, effektiver Beleuchtung und talentierten Tänzerinnen und Tänzern eine poetische Geschichte erzählt werden kann: Ein junges Mädchen träumt von der großen, weiten Welt. Als sie schlafen gehen will, entdeckt sie seltsame Schatten hinter ihrer Schlafzimmerwand. Die Wand des Zimmers dreht sich und nimmt sie gefangen. Was folgt, ist eine spannende Reise des Mädchens in die mal lustige, mal furchteinflößende Schattenwelt. Tänzer bewegen Leinwände in unterschiedliche Positionen und bringen damit zwei Ebenen in die Handlung - die Traumwelt hinter und die reale Welt vor der Leinwand. Hinter der Leinwand, im Schein einer einzelnen Lampe, bewegen sich die Tänzer und werfen mal große, mal überdimensionale Schatten auf die Leinwand. Sie formen, mal gemeinsam - regelrecht miteinander verknotet-, mal einzeln Stadtansichten, Autos, eine Café-Szene oder einen Elefanten.
Figuren verschmelzen


Eine riesige Hand verwandelt das Mädchen in einen aufrecht gehenden Hund, der von Jägern aufgebracht wird, die ihn in ein Varieté entführen. In diesem Varieté, das wiederum vor der Leinwand spielt, muss das Mädchen - nun kein Hund mehr - durch Reifen springen. Währenddessen lässt die strenge Varieté-Chefin in Domina-Manier eine Bullenpeitsche durch die Luft knallen. Am Ende findet das Mädchen - nun wieder hinter der Leinwand als Schattenhund - einen Zentaur, mit dem es zu einer neuen Figur verschmilzt.
Die Tänzer sind ständig in Bewegung, füllen das Bühnenbild aus und treiben die Handlung mit Verve voran. Die erzählte Geschichte fließt gewissermaßen durch Raum und Zeit, untermalt von dynamischer Musik. Zum Finale erklingt Alicia Keys Großstadt-Hymne "New York", zu der auf der Leinwand eine menschliche Freiheitsstatue zu sehen ist. Am Ende formen die Künstler sogar die Buchstaben "Trier-Danke". Das Publikum spendet ihnen langanhaltendem Applaus.
Extra

Petra Weiß-Müller aus Leiwen hat bei einer Volksfreund-Verlosung eine Statistenrolle gewonnen. Sie erzählt: "Ich habe bei der Café-Szene mitgemacht und habe jemanden gespielt, der eine Tasse Kaffee trinkt. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen, es war eine Superstimmung. Man merkt sofort, dass in dem Tanzensemble ein toller Zusammenhalt herrscht. Die arbeiten ohne viel Diskussion fantastisch zusammen. Es hat einen Riesenspaß gemacht, dabei zu sein." hpl