Drei neue Professuren - Universität Trier baut archäologische Forschung aus

Schifffahrt und Metropole im Fokus : Drei neue Professuren - Universität Trier baut archäologische Forschung aus

Wo sollte man die Antike erforschen, wenn nicht in Trier? Ein neuer Forschungsverbund legt ab 2020 den Fokus auf die antike Metropole und die antike Schiffahrt. Drei neue Archäologie-Professuren beschert dies der Universität.

(Mos) Sie untersuchen, wie die Römer Trinkwasser nach Trier brachten, Schiffe bauten und Falschmünzen herstellten. Sie erforschen die Kaiserresidenz und tragen antike Seerouten in einen interaktiven Atlas ein. Oder sie lassen römische Tempel, Villen und Brücken mithilfe virtueller Realität wieder aus dem Boden wachsen.

In zahlreichen Projekten kooperieren Wissenschaftler der Universität Trier bereits mit anderen Partnern. Nun wurde auf Grundlage dieser Forschungen eine neue Allianz geschmiedet, die Trier drei zusätzliche Archäologie-Professuren beschert: Das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz, die Universität und die Generaldirektion Kulturelles Erbe richten den neuen Forschungsschwerpunkt „Römische Archäologie und Maritime Antike“ ein. Räumlich liegt der Fokus auf den römischen Nordwestprovinzen mit Trier als Zentrum und den Verbindungen in die antike Mittelmeerwelt. Inhaltliche Schwerpunkte sollen die Archäologie und Geschichte Triers und seines Umlands sein, die Erforschung der wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen und die Vernetzung in die gesamte antike Welt unter besonderer Berücksichtigung der Schifffahrt.

Aktuell gibt es an der Uni Trier zwei Archäologie-Professuren. Zwei neue werden 2020 gemeinsam mit dem Zentralmuseum berufen, um „neue gemeinsame Forschungsimpulse“ zu setzen. Darüber hinaus richtet die Uni eine neue Junior-Professur für provinzialrömische Archäologie ein, um die Erforschung der römischen Provinzen dauerhaft auszubauen.

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