e-Lake 2019: Tanzen im Schlamm – Querbeat räumen in Echternach alles ab

Gratis-Festival am See : e-Lake 2019: Tanzen im Schlamm – Querbeat räumen in Echternach alles ab

Während nur einige Kilometer weiter ein Tornado Teile von Luxemburg verwüstet, kommt am Echternacher See nur Regen an. Den tanzen die tausenden Besucher mit Bands wie Motrip, Querbeat, De Läb und Fusion Bomb einfach weg.

Unwetterwarnung am Freitagabend. Das e-Lake-Team hält die Besucher online auf dem Laufenden. Alles soweit ok. Regen, ja. Schlamm auf den Wiesen, ja. Rutschgefahr auf den kleinen Hügeln. Damit kann das anfänglich erst einige hundert Menschen starke e-Lake-Publikum leben. Orange Regencapes werden von Sponsoren verteilt. Schirme werden ausgepackt. Und los geht’s.

Später lässt der Regen nach. Das lockt weitere tausende Menschen auf das Openair-Gelände direkt am Echternacher See. Auf zwei Bühnen dominieren am Freitagabend die Genres Rock, Punk, Hip Hop, Rap und Metal. Während auf der Urban Stage Luxemburger Bands spielen, kommen auf der Main Stage die internationalen Bands zum Zug. Die Mischung ist bunt, und das macht den Charme des Festivals aus. Dazu gehört auch, Neues zu entdecken und die alte Playlist zuhause damit mal zu entstauben.

De Läb sind seit vielen Jahren dabei. Die Hip-Hopper gehören quasi zum Inventar des Festivals und sind aus der Luxemburgischen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Sie haben viele Fans im Publikum. Mit dabei auch die Trash-Metal-Band Fusion Bomb, deren harte Riffs gut beim Publikum ankommen. Auffällig vor allem die Haarpracht der Bandmitglieder, bei der so manches Mädel neidisch werden könnte.

Richtig gute Stimmung bei Motrip und Bosse auf der Mainstage. Die Fans gehen mit, singen mit lassen den Schlamm unter den Füßen und die nassen Schauer von oben vergessen. Bei Bosse muss man einfach mitgehen, der deutsche Sänger wirbelt über die Bühne und versprüht seinen Wortwitz.

Klare Abräumer des Abends sind Querbeat. Sie feiern die Freaks und eskalieren nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum. Sie lassen die Tausenden Menschen in die Hocke gehen, damit sie anschließend hochspringen und sich die Seele aus dem Leib tanzen können. Die 13 lauten Jungs machen mit Posaune, Horn, Trompete und vielen weiteren Instrumente eine Riesenparty am See. Höhepunkt ist ganz sicher die Flamingo-Race, bei der sich zwei riesige Gummi-Flamingo-Schwimminseln mit zwei Passagieren darauf ein Rennen durch das Publikum liefern. Der Clou daran: Das Publikum trägt die „Rennfahrer“ – Stagediving für Fortgeschrittene also.

Ein genialer Abend, der mit The Disliked ein gutes Ende findet. Ska, Reggae-Beats und Rock vom Feinsten bieten die Luxemburger. Nach 3 Uhr morgens klingt der Abend aus.

Aber heute geht es weiter. Und den Sonntag gibt’s ja auch noch. Cosmic Gate, Ben Nicky, Mark Sixma, Jay Deep, Krag, Ronny Mueller, Annina b2b Lucia, Fade oder Benjamin Parx stehen heute den beiden Bühnen.

Und das Wetter? Soll mitspielen.

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