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Ein Abend, zwei Gipfel

Ein Abend, zwei Gipfel

Zwei "Gipfeltreffen" am gleichen Tag: Am Freitag spielen sowohl in der Tuchfabrik als auch im Exhaus feste Größen sowie große Talente der regionalen Rock/Pop- und Blues-Szene.

Trier. (AF) Wohin denn nun am Freitag - in die Tufa oder ins Exhaus? In der Tuchfabrik lockt der Rockgipfel mit rund 50 Musikern, darunter Größen wie Michael Kiessling oder James Marsh. Im Exhaus findet dagegen gleichzeitig das Finale des Bandwettbewerbs Modern Music Award statt (MMA, Nachfolger des Rockförderpreises).

Frühzeitig angekündigt war dabei der Exhaus-Termin. Martin Schümmelfeder vom Exhaus-Kulturbüro hofft aber, dass beide Veranstalter halbwegs aneinander vorbeikommen werden: "Ich denke, dass sich die Zielgruppen von Gipfel und Modern Music Award unterscheiden." Soll heißen: Der Altersschnitt im Publikum dürfte beim MMA um einiges niedriger sein als in der Tufa.

So spielen im Exhaus vier Bands, deren Musiker im Schnitt unter 25 Jahre alt sind. Darunter sind drei Bands, die durchaus die härtere Schiene bedienen: Die Sieger des zweiten Halbfinales in Saarburg "A Hurricane's Revenge" und "The Perfect Goodbye", sowie die Sieger im ersten Halbfinale in Hermeskeil, die Metalcore-Spezialisten Ichor. Ein bisschen wie Exoten dürfen sich im Feld dann Ivan Ivanovic & the Kreml Krauts mit Akkordeon und Horn im Gepäck fühlen. Jury und Publikum entscheiden über den Sieger. Für den Erstplatzierten gibt es 1500 Euro, Zweiter und Dritter erhalten 1000 und 500 Euro. Nur der Vierte spielt für den nicht unüblichen Trierer Lohn: Essen, Trinken, Händedruck. Einen erfolgreichen "Gipfel" wünschen sich derweil nicht nur die direkt Beteiligten des rund vierstündigen Programms in der Tufa: Die Wiederauflage der traditionsreichen Veranstaltung - der erste Rockgipfel fand vor 20 Jahren an gleicher Stelle statt - ist ein Benefiz für den Probenraum-Bunker in Trier-Nord (Ludger-Kern-Haus). Metalcore wird in der Tufa zwar nicht zu hören sein. Dafür aber vieles andere - von Blues bis Soul und von Rock bis Jazz.

Das Sammeln für den Bunker hat dabei einen konkreten Hintergrund: Aus Sicherheits- und Feuerschutz-Gründen müssen im Ludger-Kern-Haus viele Auflagen erfüllt werden. Dort proben in 23 Probenräumen rund 40 Bands. Viele davon werden traditionell am 3. Januar bei "Bunker bebt" im Exhaus auftreten.