Ein Gewölbekeller voll mit Bass und Empathie

Konzert : Ein Gewölbekeller voll mit Bass und Empathie

Nach zwei verschobenen Terminen hat Rapper Curse am Freitag im ausverkauften Mergener Hof in Trier gespielt.

Endlich nicht mehr warten: Die Fans freuen sich am Freitagabend sichtlich, als Rapper Curse seinen Weg auf die Bühne des Mergener Hofs in Trier findet. Und auch, wenn er noch etwas angeschlagen ist – er erzählt von Problemen mit den Stimmbändern – man merkt es ihm kaum an. Der Bass lässt den Gewölbekeller vibrieren, und Curse lässt seinen Zeilen freien Lauf.

Die Songs sind von seinem aktuellen Album „Die Farbe von Wasser“, das im vergangenen Jahr auf Platz 2 der Deutschen Charts eingestiegen ist. Ob Curse deswegen abgehoben ist? Sieht nicht so aus. Er erzählt aus seinem Leben, gibt zu, dass er nicht gut im Freestyle-Rap ist, und findet, dass alles ein wenig einfacher wäre, wenn alle verstehen würden, dass jeder auf seine Art ein bisschen unsicher ist. Ganz nach dem Motto des Songs „Was du bist“, in dem es heißt: „Hab keine Angst vor dem, was du bist, denn wenn du scheinst und sie checken es nicht, dann ist das der Beweis, du bist perfekt, wie du bist“. Es ist ein Abend, an dem jeder im Raum das Gefühl hat, so angenommen zu werden, wie er ist.

Und auch die Geschichte, wie er seine musikalische Begleitung Kool DJ GQ damals kennengelernt hat, teilt er mit dem Publikum: Eine eher spontane Aktion, als sein ursprünglicher DJ kurz vor der ersten Tour absprang. Danach spielt er „Was ist“, die Single seines ersten Albums „Feuerwasser“. Ob alte oder neue Musik, die Fans sind textsicher und begleiten Curse, und übernehmen sogar für ihn, als das Mikro für ein paar Sekunden ausfällt. Auch, wenn es sichtlich schwer fällt – nach mehreren Zugaben verabschieden sich Künstler und Fans voneinander und gehen ausgepowert aber auch glücklich vom vielen Springen und Singen nach Hause.

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