Ein Star kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Ein Star kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Der Pianist Martin Stadtfeld spielt normalerweise in den großen Konzertsäalen der Welt. Am Freitag, 6. August, gastiert der mehrfache Echo-Preisträger um 20 Uhr in der kleinen Manderscheider Lebensbaumkirche.

Manderscheid. (gkl) Die Alte Oper in Frankfurt, das Haus des renommierten Wiener Musikvereins oder auch die Düsseldorfer Tonhalle, das sind Orte, an denen man erwartet, Künstler wie den Pianisten Martin Stadtfeld anzutreffen. Niemand wundert sich, wenn er dort ein Plakat mit diesem Namen findet. Aber am Freitag kommt Stadtfeld in die Eifel, ausgerechnet ins kleine und beschauliche Manderscheid.

Im TV-Gespräch sagt Stadtfeld dazu: "Das ist gar nicht so verwunderlich. Ich liebe es, immer wieder auch in kleineren Orten und in kleineren Sälen aufzutreten, wo ein viel intensiverer Kontakt zu meinem Publikum besteht. Gerade in diesem wundervollen, romantischen Ort Manderscheid und nicht zuletzt auch in der Lebensbaumkirche kann genau das entstehen, was ich gerne als atmosphärische Dichte bezeichne."

Mit der Eifelstadt verbindet Stadtfeld aber auch ein ganz persönliches Verhältnis. Seine Familie väterlicherseits stammt von dort und bis heute ist es immer auch ein Familienbesuch, wenn er zu den zwei Burgen fährt. "Früher", sagt Stadtfeld, "wenn ich als kleiner Junge meine Großeltern besucht habe, durfte ich oft meinem Opa am Flügel im Kurhaus das vorspielen, was ich neu einstudiert hatte. Das sind wunderbare Erinnerungen, durch die ich auch eine tiefe emotionale Bindung an Manderscheid habe."

Für sein Konzert in der Eifel hat der Echo-Preisträger ein Programm zusammengestellt, bei dem die Romantik im Mittelpunkt steht. Richard Wagners "Isolde" wird den Liebestod erleiden, und die Ouvertüre zu Tannhäuser, beides in der Klavierfassung von Franz Liszt, wird das Gotteshaus erfüllen. Außerdem erweist der Pianist Robert Schumann durch dessen "Waldszenen", Opus 82, die Ehre.

Komplettiert wird der Abend durch Johann Sebastian Bach, allerdings auch hier mit einem romantischen Zungenschlag. Es stehen drei Choralvorspiele in der Klavierfassung von Ferruccio Busoni und die Variationen über ein Bachsches Motiv von Franz Liszt auf dem Programm.

Karten gibt es in den TV-Service-Centern Trier, Bitburg und Wittlich.