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Ein Wochenende im hohen Norden

Ein Wochenende im hohen Norden

Hamburg, diese Perle im Norden, lockt zu jeder Jahreszeit - und besonders am Wochenende. Dann pulsiert das Leben in der Hansestadt an der Elbe. Junge Leute bevölkern das Elbufer, ältere Menschen tummeln sich an der Alster. Hamburg bietet für jeden Geschmack etwas.

Hamburg. Wer an Hamburg denkt, denkt an die Elbe, den Hafen und Fisch, an St. Pauli, die Reeperbahn und an den Hamburger Dom, an Blankenese, an die Alster und an die Schanze. Hamburg ist so vielfältig, dass es schwerfällt, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Sightseeing, Kunst und Kultur treffen hier auf Gastro, Szene und Party. Sicherlich macht ein Mix aus allen Bereiche Sinn.

Die Wochenend-Tour beginnt am Freitag im "Panthera Rodizio". Vegetarier werden hier weniger auf ihre Kosten kommen, dafür aber Fleisch-Liebhaber umso mehr. Der Clou des brasilianischen Restaurants: Die Kellner kommen im Minutentakt mit verschiedenen Fleischsorten am Spieß zum Tisch. Ein Tipp: Zu Beginn nicht zu viel essen, erst zu späterer Stunde kommen die wirklichen Finessen wie Rinderfilet oder Tafelspitz auf den Tisch.

Wer lieber auf Fisch steht, wird im "raw like sushi" glücklich. Hier gibt es das beste Sushi der Stadt. Trotzdem bleiben die Macher auf dem Boden und heben nicht ab. Ausgebucht heißt es zwar fast immer in der "Bullerei", doch Tim Mälzer und Co halten immer ein paar Plätze für spontane Gäste frei.

Mit den HSV-Spielern feiern



Wer nun auf Party aus ist, kann im "Panthera" in der Brazillounge auch zum Caipi greifen. Hin und wieder schauen hier auch die Spieler des Hamburger SV vorbei, die Promi-Dichte ist aber verhältnismäßig gering. An Wochenenden ist es allerdings sehr voll - wie auch in den verschiedenen Clubs und Bars am Hamburger Berg in St. Pauli. Gerade das alternative Publikum verbringt hier die Nächte, während auf der Großen Freiheit und am Hans-Albers-Platz natürlich das Mainstream-Publikum absteigt.

Einer der angesagtesten Spots ist das "Übel und Gefährlich". Hier geben sich die angesagtesten DJs den Plattenteller in die Hand, häufig finden auch Konzerte statt. Allerdings ist der Eintritt nicht ganz günstig. Ein Blick lohnt sich aber auch immer auf das Programm des "13. Stock".

Der Samstag beginnt mit einer Stadtführung - nicht irgendeiner x-beliebigen, sondern mit Inkasso Henry. Das Kiez-Urgestein (links, Foto: dpa) kennt auf St. Pauli so ziemlich jeden - und trinkt verdammt gerne Veterano Osborne. Die Tour inklusive Hafenrundfahrt kostet zwar 50 Euro, doch ist sie jeden Cent wert. Markige Sprüche, eine knarzende Stimme und viel Lokalkolorit sind garantiert, wenn man mit Herny gemeinsam über die Meile zieht. Der Junge ist St. Pauli pur, ohne wenn und aber. Ein Bummel in der sich stetig verändernden Speicherstadt samt Hafen rundet den Tag ab.

Der danach in verschiedenen Restaurants - je nach Vorlieben - weitergeht. Im "pane e tulipane" gibt es leckere Pasta, das "Altamira" wartet im schönen Ambiente mit köstlichen Tapas und einem tollen Hauswein auf. Und wer es lieber türkisch mag, sollte das "Lokma" auf der Schanze ansteuern. Letzteres ist ein perfekter Start in eine Party-Nacht im Schanzenviertel.

Abhängen oder Partymachen - das ist hier die Frage



Der Start im "Gloria" lohnt sich ebenfalls wie in der "Katze", wo es köstlichen Cuba Libre gibt. Wer nun lieber abhängen möchte, kann dies vorzüglich im "Zoe´s" machen - nicht umsonst trägt der Laden den Namen "Sofa-Lounge". Partymäßig geht's im "Haus 73" ab. Manchmal spielen Bands, dann wieder legen DJs in den vielen verschiedenen kleinen Räumen auf. Ansonsten lohnt sich ein Bier im Kiosk oder an der Bar. Achtung: Die Gefahr, hier zu versacken, ist beträchtlich.

Wer den Absprung schafft: Der "Golden Pudel Club" am Hafen ist ein winzig kleiner "After hour"-Club. Besonders in lauen Sommernächten ein Hit, da man draußen auf den Stufen sitzen und es langsam hell werden sehen kann.

Nach der Party ist bekanntlich vor dem Frühstück. Das schon erwähnte "Gloria" hält ein köstliches parat, auch bei den "Berliner Betrügern" oder in der "Amphore" am Park Fiction (mit Hafenblick) beginnt der Tag grandios. Wer jetzt noch Energie hat, sollte entweder hier bleiben oder den Tag für eine Joggingrunde entlang der Alster nutzen - beides lohnt sich.