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Eine Frage der Emotionen: Piesporter arbeitet erfolgreich als Kameramann - Spielfilm heute Abend im Fernsehen

Eine Frage der Emotionen: Piesporter arbeitet erfolgreich als Kameramann - Spielfilm heute Abend im Fernsehen

Der Piesporter Armin Franzen ist als Kameramann erfolgreich. Mit seiner Arbeit hat er bereits mehrfach Preise gewonnen, unter anderem war er für den Grimme-Preis nominiert. Heute Abend läuft auf Sat.1 der Spielfilm "Mordkommission Berlin 1", an dem Franzen mitgewirkt hat.

Kameramann war eigentlich nicht der Traumjob von Armin Franzen. Etwas mit Medien hätte es sein können, oder etwas Soziales. Erst in seiner Ausbildung zum Mediengestalter entdeckte er seine Begeisterung für die Bildgestaltung/Kamera, studierte schließlich an der Filmakademie Baden-Württemberg (siehe zur Person). Heute landen zahlreiche Drehbücher pro Jahr bei Armin Franzen auf dem Tisch. Aus dieser Auswahl sucht sich der Kameramann zwei bis drei Spielfilme pro Jahr raus. "Es ist immer eine besondere Entscheidung für einen Spielfilm. Ich möchte eine spezielle Kraft dort hineinlegen. Zwei Filme pro Jahr sind da völlig ausreichend", sagt Franzen, der aus dem Moselort Piesport stammt. "Ich habe den Anspruch, dass ich am Ende sage: Das ist ein toller Film, den würde ich mir gerne ansehen", erzählt er von seiner Arbeit. Bevor es mit dem Dreh losgeht, setzt sich der Kameramann mit dem Regisseur zusammen, spricht über den Film und die jeweiligen Vorstellungen. Passt alles, kommt es zur Zusammenarbeit. Wichtig beim Drehen sind dann die Fragen, "wie interpretiert man eine Szene, und was soll der Zuschauer später fühlen", sagt Franzen. "Das ist die Hauptarbeit. Es ist alles eine Frage der Emotionen. Welche Emotionen entstehen beim Zuschauer in welchem Moment." 22 bis 25 Drehtage sind im Durchschnitt für einen Fernsehfilm angesetzt, 35 bis 42 sind es in der Regel für einen Kinofilm. "Kino ist ein anspruchsvolleres Format", sagt Franzen, die Leinwand sei größer als ein Fernseher, deshalb ist die Detailarbeit wichtiger. Wegen der immer größer werdenden Fernsehgeräte ändere sich das aber auch. Ein Lieblingsgenre hat der Moselaner nicht. Neben Krimis wie dem Tatort dreht Franzen viele Werbefilme, politische Filme, Dramen oder Märchen. Mit dem Film "Kronos" gewann er den deutschen Kamerapreis in der Kategorie Kinofilm. Zudem wurde seine Arbeit bereits mit zahlreichen anderen Preisen honoriert. Mit dem Film "Mordkommission Berlin 1" kommt am Dienstagabend ein von Armin Franzen gedrehter Spielfilm ins Fernsehen. Das Gangsterdrama wird zur besten Fernsehzeit um 20.15 Uhr auf Sat.1 ausgestrahlt.

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Eine Frage der Emotionen: Piesporter arbeitet erfolgreich als Kameramann - Spielfilm heute Abend im Fernsehen
Foto: (m_kultur
 Armin Franzen. Foto: privat
Armin Franzen. Foto: privat Foto: hans starck (m_kultur
 Gangsterdrama zur besten Fernsehzeit: Mordkommission Berlin 1. Foto: SAT1
Gangsterdrama zur besten Fernsehzeit: Mordkommission Berlin 1. Foto: SAT1 Foto: (m_kultur

Armin Franzen ist 39 Jahre alt und stammt aus dem Moselort Piesport. Nach dem Besuch des Nikolaus-von-Kues-Gymnasiums in Bernkastel-Kues leistete er in Köln seinen Zivildienst und machte eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton. Anschließend absolvierte er an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg den Studiengang Bildgestaltung Kamera. Seit 2009 arbeitet Franzen, der mittlerweile in Berlin lebt, freiberuflich als Kameramann. Unter anderem hat er den Tatort "Feigheit des Löwen" mit Wotan Wilke Möhring gedreht. Armin Franzens Arbeit ist bisher mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden. Mehr Infos gibt es im Internet unter www.arminfranzen.com will