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Einfach mal kreativ werden

Trier. Anfang März rief die Fachschaft Lingua der Uni Trier zu einem Literatur- und Fotowettbewerb auf. Silvia Friedrich und Kalin Kruse haben in den Kategorien Gedicht und Foto gesiegt. Louisa Klein

Trier. "Ein Ende oder von Anfängen." Unter diesem Motto rief die Fachschaft Lingua der Universität Trier im März junge Leute dazu auf, ihre Gedichte, Bilder oder Fotografien einzusenden. Dabei sind 26 Fotografien und 18 Gedichte zusammengekommen. Bewertet wurden die Werke dann von fünf Dozenten der Uni Trier, aus den Fachbereichen der Literaturwissenschaften, der Medienwissenschaft und der Kunstgeschichte.
"Die Idee dahinter war es, die Leute zu animieren, ihre Gedichte und Fotos aus der Schublade hervorzuholen oder einfach mal selbst kreativ zu werden", erzählt Doreen Glausch, die Organisatorin. Die Gewinner, jeweils einer in der Kategorie Foto und Gedicht, wurden am Freitagabend im Café Lübke Sounds bekanntgegeben und prämiert.
Überzeugen konnte Silvia Friedrich. Sie hat mit ihrem titellosen Gedicht (siehe Extra) das Thema "Ein Ende oder von Anfängen" nach Meinung der Jury am Besten getroffen. In der Kategorie Foto gewann Kalin Kruse mit einem Foto seiner zweijährigen Tochter. Es wurde analog aufgenommen und ist unbearbeitet.
"Als ich von dem Wettbewerb hörte, habe ich spontan an dieses Bild gedacht und es eingeschickt", sagt Kalin Kruse.
Die beiden Gewinner konnten sich jeweils über einen Büchergutschein freuen.
Die eingesendeten Fotos waren am Freitag im gut besuchten Café Lübke ausgehängt und konnten von den Gästen und Teilnehmern des Wettbewerbs betrachtet werden. Die Gedichte wurden teilweise von ihren Verfassern selbst noch einmal vorgetragen.
Doreen Glausch freut sich über die rege Teilnahme und das Interesse: "Ich weiß, dass es Mut braucht, eigene Werke wie Fotos oder Gedichte nach außen zu tragen. Deshalb ist es besonders schön, dass so viele junge Leute bei diesem Wettbewerb mitgemacht haben." Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, dann würd ich laufen, nen Koffer kaufen, ihn dicht bepacken, die Nägel lacken. Und dann verharren, die Uhr anstarren, sehnsüchtig erwarten, das große Starten!