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Elfengleich und voller Lebensfreude

Elfengleich und voller Lebensfreude

Mit Hits aus ihrer gesamten Karriere und purer Lebensfreude auf der Bühne hat die britische Soulsängerin Joss Stone das Publikum an der Abtei Neumünster in Luxemburg verzaubert. Kräftiger Regen am Sonntagabend konnte den 2200 Fans den Spaß am Open-Air-Konzert vor einmaliger Kulisse nicht verderben.

Luxemburg. Schon im zarten Alter von 16 Jahren stand Joss Stone wochenlang auf den vorderen Plätzen der britischen und deutschen Albumcharts. Damals war die angehende Sängerin mit ihrer Mutter zu einem Vorsingen nach New York gereist, wo sie von dem Produzenten Steve Greenberg entdeckt worden war und einen Plattenvertrag bekam. Binnen vier Tagen nahm sie in Zusammenarbeit mit Soulgrößen wie Angie Stone das Album "The Soul Sessions" auf.
Bis heute hat die britische Soulqueen acht Alben veröffentlicht, zudem im Fantasyfilm "Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter" und in verschiedenen Fernsehserien mitgewirkt sowie für kurze Zeit als Model gearbeitet.
Ihre "Total World Tour" führt die Sängerin zurzeit in die verschiedensten Länder der Welt, von Spanien, Frankreich, Portugal bis nach Kroatien, Ungarn und in die Slowakei. Am Sonntagabend machte Joss Stone in Luxemburg Station und verzauberte das Publikum an der Abtei Neumünster, im historischen Herzen Luxemburg-Stadts. 2200 Fans waren gekommen, um die 26-jährige Künstlerin zu bestaunen, die Songs aus ihrer kompletten Karriere zum Besten gab, darunter "Super Duper Love" oder "You had me".
Stimmungsvoll und barfuß


Der Veranstaleter "den Atelier" hatte die Künstlerin für den Auftritt im Rahmen des Jubiläums zum zehnjährigen Bestehen des Omni-Festivals gewonnen. Trotz eines plötzlichen Wolkenbruchs wenige Minuten vor Konzertbeginn, der einige Zuschauer Zuflucht an den wenigen überdachten Stellen des Innenhofs suchen ließ, sank die Stimmung weder vor noch auf der Bühne. Als Stone ihre ersten Takte sang, waren die sturzbachartigen Regenfälle schnell vergessen. Elfengleich im weißen luftigen Kleidchen und gewohnt barfüßig war Stones Auftritt nicht nur eine Freude für die Ohren.
Nach den ersten drei Liedern stoppte gar der Regen, und die Soulsängerin hatte für ihre durchnässten Fans, die sich mit Regenponchos vor dem Nass geschützt hatten, die richtige Medizin parat: schnellere Songs und kräftiges Mitsingen. Ihre Anhänger schätzen die Sängerin vor allem für ihre Unangepasstheit, das bedingungslose Ausleben ihrer eigenen Persönlichkeit und Interessen sowie die Lebensfreude, die sie dabei ausstrahlt. Dies war auch von der ersten Sekunde des Konzerts an spürbar.
Rauchiger Soul


Gegen so viel positive Energie auf der Bühne konnte selbst das schlechte Wetter nichts ausrichten. Joss Stone vertrieb mit ihrem natürlichen, zauberhaften, jugendlichen Auftreten den Schock des plötzlichen Regenfalls und heizte danach mit ihrer rauchigen, außergewöhnlichen Soulstimme dem Publikum ordentlich ein. Mit dieser Mischung verbreitete sie die Lebensfreude, die in ihrer Musik mitschwingt: Gefühlvoller Soul mit Tiefe ohne schwermütige Note, mit viel Power und Freude.
Die tolle Stimmung im Publikum belohnte Stone dann noch mit mehreren Zugaben. sbra