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Endspurt für die Alternative zum Heiligen Rock

Endspurt für die Alternative zum Heiligen Rock

Mit einem Veranstaltungs-Dreierpack schließt die Tufa in den nächsten Tagen ihre spektakuläre Reliquienausstellung ab. Eine Lesung, eine Diskussion und eine Finissage mit Prozession stehen auf dem Programm.

Trier. Den Auftakt macht heute Abend um 20 Uhr eine Lesung von Herbert Lauer unter dem Titel "Der Heilige Rock kehrt heim". Der Text stammt aus dem Tagebuch des Generalvikars Cordel und des Dom-Canonicus Schimper über ihre Reise zur Rückführung des Heiligen Rocks im Jahr 1810. Mindestens ebenso spannend wie die Lesung dürften die Anmerkungen von Alois Peitz sein, ehemaliger Diözesanarchitekt des Bistums, eigenständiger Kopf und exzellenter Kenner der Verhältnisse rund um den Dom.
Am Samstagabend um 20 Uhr führt eine Podiumsdiskussion zurück an den Ausgangspunkt der Reliquien-Ausstellung. Es geht um "Kulturförderung für Gott und die Welt?" - eine Anspielung auf die teilweise verweigerte Förderung des Tufa-Projekts zur Heilig-Rock-Wallfahrt. Mit Alois Hahn und Bazon Brock sorgen zwei renommierte Professoren für eine theoretische Einführung ins brisante Thema, anschließend debattieren Praktiker wie Kultursommer-Geschäftsführer Jürgen Hardeck, Winfried Manns vom Städte- und Gemeindebund, Roman Schleimer vom städtischen Kulturbüro und Hiltrud Zock von der Trierer Kulturstiftung unter Leitung von TV-Redakteur Dieter Lintz die Konsequenzen für den Kulturalltag.
Am Sonntag schließlich geht die Ausstellung mit einer Trageprozession ab 11 Uhr von der Porta durch die Trierer Innenstadt zur Tufa zu Ende. Die Künstlerinnen Anja Schindler und Sabine Hack versprechen eine Mischung aus Walk-Act und Flashmob. Im Laufen aufgeführt wird auch eine Komposition von Markus Stockhausen.
Ab 14 Uhr steigt dann die Finissage samt öffentlichem Abbau in der Tufa. Die Ausstellung ist bis Sonntag noch täglich geöffnet (Donnerstag und Freitag 14 bis 20, Samstag 11 bis 18 Uhr). red