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Konzerte: Entspannung vor der Sommerpause

Konzerte : Entspannung vor der Sommerpause

Das Monatsprogramm der Luxemburger Philharmonie für Juni und Juli ist veröffentlicht.

Keine Frage: Die Signale, die in der Luxemburger Philharmonie das Saisonende ankündigen, werden lauter und zahlreicher. Schon allein die seit Jahren übliche Zusammenfassung der Veranstaltungen von Juni und Juli in einem Flyer signalisiert ja ein allmähliches Decrescendo.

Wobei der Juli ohnehin nur vertreten wird durch das obligate Konzert zum Saisonende – diesmal mit „Carl Craig & Guests“ (7. Juli, 22 Uhr). Jedenfalls sinkt zu Beginn der Sommerperiode die Zahl der spektakulären Veranstaltungen deutlich – was deren Qualität zweifellos nicht berührt.

Direkt zu Juni-Beginn erscheint Rudolf Buchbinder mit dem Orchestre Philharmonique (OPL) unter Lahav Shani auf dem Kirchberg und bringt mit dem 2. Klavierkonzert von Brahms ein Schlachtross deutscher Klavierkunst mit (1. Juni, außerdem: Bartok, Konzert für Orchester). Und für die zweite Junihälfte verspricht das Philharmonie-Monatsprogramm mit Evgeny Kissin einen „Abend der Superlative“ – immerhin mit Beethovens Hammerklaviersonate (21. Juni). Iveta Apkalna setzt sich nach einiger Zeit der Abwesenheit wieder auf die Orgelbank der Philharmonie und präsentiert gemeinsam mit David Orlowsky, Klarinette, Jens-Uwe Popp, Gitarre, und Florian Dohrmann, Kontrabass, unter dem philosophischen Titel „Noema“ einen bunten Mix aus Weltmusik, Tango und Jazz (4. Juni).

Die Berliner „Akademie für Alte Musik“ stellt ihr Programm mit Musik von John Blow, Dowland, Locke und Purcell unter das griffige Motto „Shakespeare & Music“ (7. Juni). Und die Bremer Kammerphilharmonie unter Paavo Järvi hat dieses Mal Brahms im Gepäck, und zwar das „Doppelkonzert“ op. 102 mit Christian und Tanja Tetzlaff und die 2. Sinfonie (13. Juni).

Die „rising stars“ präsentieren das „Quatour Van Kuijk“ mit Debussy und Schuberts Quartett „Der Tod und das Mädchen“ (6. Juni). Und das OPL wechselt Mitte des Monats in den Orchestergraben und spielt unter Aleja Pérez im Grand Théâtre mit bei Debussys „Pelléas et Melisande“ (14. und 16. Juni).

Bevor dann in der „End-of-season-party“ wieder der Großangriff auf die Trommelfelle stattfindet, laden Gustavo Gimeno, sein OPL und Mezzosopranistin Elina Garanca ein zu einem vielversprechenden Open-Air-Konzert im Luxemburger Stadtpark „Kinneswiss“ (30. Juni, 21 Uhr). Musik gibt es von Bizet, Chabrier, Cilea, Glinka, Massenet, Saint-Saens und Tschaikowsky. Wenn da das Herz der Opernfreunde nicht heftig schlägt!

Wenn nicht anders angegeben: Beginn der Veranstaltungen um 20 Uhr. Karten gibt es unter der Telefonnummer 00352/2632 2632. Im Internet: www.philharmonie.lu