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Erst Schulband, dann Musicalbühne

Schauspieler und Sänger Axel Herrig gastiert beim Benefizkonzert der Big Band „Art of Music“ am 13. Dezember in seiner Heimat Trier. TV-Foto: Jasmin Wagner
Schauspieler und Sänger Axel Herrig gastiert beim Benefizkonzert der Big Band „Art of Music“ am 13. Dezember in seiner Heimat Trier. TV-Foto: Jasmin Wagner
Trier. Oper, Operette, Musical, Theater und Film: Axel Herrig ist ein Multitalent und deutschlandweit erfolgreich. Am 13. Dezember gastiert er mit der Big Band "Art of Music" in der Trierer Europahalle. Mit dem TV hat der Sänger und Schauspieler über seine Jugend in der Eifel, den Weg zur Musik und kölsche Karnevalslieder gesprochen. Jasmin Wagner

Trier. "Für den Fußballverein war ich nicht talentiert genug - also bin ich beim Musikverein gelandet", erzählt Axel Herrig über seine ersten musikalischen Erfahrungen. Am 1. Juni 1963 wurde er in Trier geboren, wuchs in Speicher (Eifelkreis Bitburg-Prüm) auf. Wie war seine Jugend? "Ganz typisch", sagt er und ergänzt lachend: "Ich habe sehnsüchtig aufs Mofa gewartet." Er habe häufig in Diskotheken wie Piccadilly, heute Count Down, in Speicher und in der Kajüte in Binsfeld gefeiert - "das war fast unser zweites Wohnzimmer." Außerdem spielte er in der Schülerband, zog als Tanzmusiker durch die Region und hatte sogar einen Ferienjob als "Eifelpetz", Maskottchen des Eifelparks in Gondorf.
Später zog es ihn jedoch weg aus der Eifel, an die Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Noch bevor er sein Studium in den Fächern Opern-, Lied- und Konzertgesang am Standort Aachen mit Auszeichnung abschloss, wurde er am Stadttheater Aachen engagiert. In Aachen lebte er sieben Jahre. Später spielte er die Hauptrolle im Musical "Falco meets Amadeus", das unter anderem im Theater des Westens in Berlin, im Deutschen Theater in München und in der Oper Graz aufgeführt wurde. Seit anderthalb Jahren lebt Herrig in Wien: "Dort wird man als Künstler mehr respektiert", sagt er über seine Wahlheimat, an der ihm besonders die prachtvolle Architektur und die innovative Kulturszene gefallen.
Trotzdem kehrt er gern in die Eifeler Heimat zurück, etwa an Weihnachten: "Im Laufe des Abends kommen alle Freunde. Wir feiern dann so richtig. Es kann vorkommen, dass wir mit besinnlichen Weihnachtsliedern anfangen und bei kölscher Karnevalsmusik und Schlagern enden."
Ab und an mag es Axel Herrig aber ruhig. Dann fährt er Motorrad oder schlendert durch die Stadt. Für Hobbys habe er allerdings wenig Zeit. Das glaubt man gerne. Allein die Liste seiner bisherigen Musicalrollen ist lang: Unter anderem spielte er den Professor Higgins in "My Fair Lady" im Nationaltheater Mannheim oder auch Frank Abignale in "Catch Me If You Can" bei den Wiener Kammerspielen. Aber auch Papageno in Mozarts "Zauberflöte" spielte er schon: "Zur Klassik bin ich eher zufällig gekommen. Ich bin schon immer mehrgleisig gefahren."
Balladen und Filmmusik


Nun verschlägt es Herrig in die Europahalle zum Benefizkonzert "Emotion" mit der Big Band "Art of Music". Shirley Winter, Tenor Thomas Kiessling, Werner Hertz, Stefan Becker und Daniel Bukowski singen Balladen aus Pop, Soul, Musical und Filmmusik. Der Erlös geht an die integrative Kindertagesstätte Haus Tobias des Caritasverbands Trier. "Doro, also Shirley Winter, kenne ich schon ewig", sagt Herrig. Vergangenes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt habe sie ihn gefragt, ob er nicht mit der Big Band spielen wolle. Er freue sich darauf, Kollegen von früher zu treffen und bekannte Gesichter im Publikum zu sehen. Außerdem sei die Benefizaktion wichtig. Dazu hat er gleich ein passendes Wortspiel auf Lager: "Was sagt ein Italiener, wenn er zum ersten Mal das Trierer Nationalgetränk trinkt? Bene Viez!"
Art of Music presents: Emotion 2014, Samstag, 13. Dezember, 20 Uhr, Europahalle Trier. Karten: TV-Service-Center Trier, Hotline 0651/7199-996 und
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