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Experten geben Einblicke in das Leben des römischen Kaisers Nero

Experten geben Einblicke in das Leben des römischen Kaisers Nero

Nero näher kennenlernen und neue Einblicke in sein Leben gewinnen, seine Taten und das, was die Geschichte daraus gemacht hat, erfahren die Besucher in den Führungen.

SONNTAGSFÜHRUNGEN
Ohne Anmeldung; Eintritt + 5 Euro

Lust und Verbrechen. Der Mythos Nero in der Kunst
Stadtmuseum Simeonstift, 11 - 12.15 Uhr

Nero - Kaiser, Künstler, Tyrann
Rheinisches Landesmuseum, 14 - 15.30 Uhr

Nero und die Christen
Museum am Dom, 16 - 17.15 Uhr


MONTAGSFÜHRUNGEN

Nero - Kaiser, Künstler, Tyrann
Rheinisches Landesmuseum, 10 - 11.30 Uhr und 13 - 14.30 Uhr

Nero und die Christen
Museum am Dom, 12 - 13.15 Uhr und 15 - 16.15 Uhr

Lust und Verbrechen. Der Mythos Nero in der Kunst
Stadtmuseum Simeonstift, 12 - 13.15 Uhr und 15 - 16.15 Uhr

THEMENFÜHRUNGEN

Jeden zweiten Dienstag stellen Kuratoren und Nero-Experten besondere Aspekte der Ausstellungen vor - ohne Anmeldung.

Dienstag, 24.05. | 18 Uhr (75 min)| Stadtmuseum Simeonstift
Tatort Nero!
Taschenlampenführung mit Juliane Kjølsrud. Verrat, Brandstiftung, Muttermord - das waren nur einige der Taten, die man Nero nachsagte. Begeben Sie sich mit der Taschenlampe auf seine blutige Spur und gehen Sie den wahren Begebenheiten auf den Grund.

Dienstag, 07.06. | 18 Uhr (90 min) | Rheinisches Landesmuseum
Nero und die Frauen - Eine schwierige Beziehung
Führung mit Katharina Ackenheil. Von Geburt an ist Nero von Frauen umgeben, die sein Leben beeinflussen. Seine Mutter machte ihn zum Kaiser, doch ihr Machtwille trieb ihn zum Muttermord. Auch seine ersten beiden Ehefrauen kamen durch Nero ums Leben. Einzig seine Geliebte hielt ihm bis zum Schluss die Treue. Die Führung widmet sich Neros schwieriger Beziehung zu den Frauen und geht den Hintergründen nach, die zu den Ereignissen geführt haben.

Dienstag, 21.06. | 18 Uhr (75 min) | Museum am Dom
Der Brand von Rom und Nero als erster Christenverfolger
Führung mit Markus Groß-Morgen. Im Jahr 64 n. Chr. kam es in Rom zu einer verheerenden Brandkatastrophe. Um Gerüchten zu begegnen, er selbst habe den Brand gelegt, beschuldigte Nero eine junge Religionsgemeinschaft der Tat: die Christen. Die Hintergründe und Auswirkungen dieser ersten Christenverfolgung bilden den Schwerpunkt dieser Führung.

Dienstag, 05.07. | 18 Uhr (90 min) | Rheinisches Landesmuseum
Die Treverer - Verstrickt in Neros Ende
Führung mit Lothar Schwinden. Aufstände in Gallien gegen Nero und gewaltsame Machtübernahmen prägen Neros Ende und die Folgezeit. Die Treverer, die sich zur gleichen Zeit wie die germanischen Bataver erheben, werden zwischen den Machtinteressen in Rom zerrieben. Vespasian setzt sich am Ende des "Vierkaiserjahres" 69 n. Chr. durch und demonstriert auch in Trier und am Rhein die neue Stärke Roms.

Dienstag, 19.07. | 18 Uhr (90 min) | Rheinisches Landesmuseum
Für ein paar Denare mehr - Neros Bauprogramm in Rom
Führung mit Dr. des. Maria D'Onza . Anhand der Ausstellungsexponate im Landesmuseum sollen die Widersprüche und Spannungsfelder von Neros Baupolitik in der Hauptstadt vorgestellt werden. Die Bandbreite reicht von seiner Fürsorge für die Stadtbevölkerung vor und nach dem großen Brand bis zu seinen privaten Großbauten, die in Bezug auf Ausstattung und technisches Know-how wegweisend wurden.

Dienstag, 02.08. | 18 Uhr (75 min) | Museum am Dom
Der eine und die Vielen - Das Christentum und die Religio Romana
Führung mit Kirstin Mannhardt. Die Römische Religion zeichnete sich durch ihre Toleranz gegenüber fremden Kulten und Gottheiten aus. Daher überrascht es, dass die Christen nicht in die Religio Romana integriert werden konnten. Welche Vorurteile gab es gegenüber dem jungen Glauben? Und wie konnte das Christentum letztendlich überleben?

Dienstag, 16.08. | 18 Uhr (75 min) | Stadtmuseum Simeonstift
Schaurige Moritaten - Mitsing-Führung zu Lust und Verbrechen
mit Thomas Siessegger. Nero war ein leidenschaftlicher Sänger und Lyra-Spieler. Bei seinem gesanglichen Rundgang durch die Ausstellung erzählt Chorleiter Thomas Siessegger die Taten Neros anhand von mörderischen Chansons und Schlagern der vergangenen Jahrzehnte. Mitsingen erlaubt!

Dienstag, 30.08. | 18 Uhr (90 min) | Rheinisches Landesmuseum
Verfehlungen eines Kaisers - Neros Weg zum Untergang
Führung mit Dr. Korana Deppmeyer. Bis heute hat sich das Bild Neros als das eines tyrannischen Künstlerkaisers erhalten. Politische Fehlentscheidungen, falsche Allianzen, mangelnde Diplomatie und selbst empfundene Berufung als Schauspieler und Musiker brachten Nero 68 n. Chr. zu Fall. Die Führung widmet sich seinen Verfehlungen und ihren Ursachen, die auch zeigen, dass Nero nicht selten zum Opfer seiner Zeit und einer Geschichtsschreibung wurde, die verbal an seiner Vernichtung arbeitete.

Dienstag, 13.09. | 18 Uhr (75 min) | Museum am Dom
Mittelalterliche Märttyrerdarstellungen und ihre Intentionen
Führung mit Dr. Christiane Häslein. Die wenigsten Märtyrerdarstellungen stammen aus der Antike. Stattdessen gab es gerade im Mittelalter und der Neuzeit immer wieder Phasen, in denen sie besonders en vogue waren. Lässt sich dies mit bestimmten politischen oder sozialen Ereignissen kombinieren? Und welche Aussagen verstecken sich hinter diesen Bildthemen?

Dienstag, 27.09. | 18 Uhr (75 min) | Stadtmuseum Simeonstift
Muttermörder, Antichrist und Bühnenkünstler - Neros Nachleben in der Literatur
Szenische Lesung mit Frauke Birtsch und Klaus Jungen. Der Tyrann Nero, der sich als Künstler und Kunstmäzen zu profilieren suchte, war schon zu Lebzeiten eine schillernde "literarische" Figur. Die Taten des "blutigen Dichters" und die Mythen, die sich um Nero ranken, haben bis in die Gegenwart ein Echo in Dramen, Erzählungen und Thrillern gefunden.

Dienstag, 11.10. | 18 Uhr (90 min) | Rheinisches Landesmuseum
Guter Kaiser - Schlechter Kaiser - "Tyrann"?
Führung mit Dr. Frank Unruh. Anhand eines auch durch die prominenten Vorgänger Neros etablierten "Kaiserprofils" wird in der Führung die Frage gestellt, wie Nero seine Herrschaft ausgeübt hat. Welche Rolle spielen Interessengruppen im Senat bei Neros politischer Entwicklung? Tragen soziale Aufsteiger zu seinem Untergang bei? Überwiegen Akzeptanz oder Ablehnung in der römischen Gesellschaft? Und warum und von wem wurde der Begriff "Tyrann" auf Nero überhaupt angewandt?

VORTRÄGE

Donnerstags ergänzen Vorträge von renommierten Wissenschaftlern und Fachleuten die Themen der Nero-Ausstellung. Vor und nach dem Vortrag kein Zugang zur Ausstellung möglich. Keine Anmeldung. Karten: 5 Euro

Donnerstag, 19.05. | 18 Uhr (60 min) | Vortragssaal der Dom-Information
Wie frei sind die Religion(en) in Deutschland?
Vortrag von Marc Draser (Aachen). Nach Artikel vier des Grundgesetztes darf jeder Mensch in Deutschland seine Religion frei wählen und ausüben. Dennoch flammen immer wieder Debatten auf, die einzelne Aspekte dieses Grundrechtes auf den Prüfstand stellen: Sei es die Beschneidung von Jungen im jüdischen Glauben, Kopftücher bei muslimischen Frauen, die im öffentlichen Dienst tätig sind, oder christliche Kreuze in Schulklassen. Wo fängt Religionsfreiheit an und wo endet sie?

Donnerstag, 02.06. | 18 Uhr (60 min) | Vortragssaal der Dom-Information
Kirche der Märtyrer - Die Christenverfolgungen im römischen Reich
Vortrag von Prof. Dr. Michael Fiedrowicz (Trier). Immer wieder kam es im Römischen Reich zu Verfolgungen von Anhängern des Christentums. Sie waren zwar nicht die einzige Religionsgruppe, die unter Repressalien zu leiden hatte, aber doch die einzige, die reichsweit verfolgt wurde. Doch was machte sie so gefährlich für den Staat, dass er zu solch drastischen Mitteln griff? Darum soll es in diesem Vortrag gehen.

Donnerstag, 16.06.2016 | 18 Uhr (60 min) | Stadtmuseum Simeonstift
Vom Monster zur Marke - Neros Karriere in der bildenden Kunst
Vortrag von Dr. Dieter Marcos (Koblenz). Nero gilt als eine der meistbeachteten Gestalten der Antike. Sein literarisches Nachleben ist gut dokumentiert, doch in der Bildenden Kunst fehlte bisher ein Überblick über seine Rezeptionsgeschichte. Der Kunsthistoriker Dr. Dieter Marcos hat für die Nero-Ausstellung erstmals die Bildtradition des Kaisers, Künstlers und Tyrannen aufgearbeitet.

Donnerstag, 30.06. | 18 Uhr (60 min) | Rheinisches Landesmuseum
Nero - Ein verrückter Kaiser?
Vortrag von Prof. Dr. Christian Witschel (Heidelberg). Tyrannisch, exzentrisch, exzessiv, sogar verrückt - war Nero das wirklich? Oder hatte das Auftreten und die Selbstinszenierung des Kaisers doch einen rationalen Plan und war sogar Teil eines durchdachten "Programms"? Immerhin präsentierte besonders der jugendlich schöne Kaiser demonstrativ seine Zuneigung zum breiten Volk und wollte ein neues, goldenes Zeitalter einläuten. Und Nero war auch nicht der einzige exzentrische Herrscher der römischen Kaiserzeit …

Donnerstag, 14.07. | 18 Uhr (60 min) | Vortragssaal der Dom-Information
Die Christen als Verfolger
Vortrag von Prof. Dr. Gerd Althoff. Münster). Im Laufe ihrer Geschichte sind die Christen nicht nur verfolgt worden, sondern haben ihrerseits selbst andere Religionen bedrängt. Das dunkle Kapitel des Christentums macht Prof. Dr. Gerd Althoff in seinem Vortrag zum Thema.

Donnerstag, 28.07. | 18 Uhr (60 min) | Stadtmuseum Simeonstift
Vom Kaiser zum Antichristen - Wie Neros Bild von den literarischen Quellen entstellt wurde
Vortrag von Sabine Philippi (Kaiserslautern). Die heutige Darstellung Neros ist das Produkt einer fast 2000 Jahre gewachsenen Überlieferung. Der Vortrag beleuchtet die antiken und mittelalterlichen Quellen, die zu Neros Bild führten und es entstellten. Wie sahen Neros Zeitgenossen ihren Kaiser? Was haben die nachfolgenden Generationen aus diesen Zeugnissen gelesen und in ihrem Nero-Bild verarbeitet?

Donnerstag, 11.08. | 18 Uhr (60 min) | Rheinisches Landesmuseum
Die domus aurea und ihre Nachwirkungen auf die Stadt Rom
Vortrag von Dr. Heinz Beste (Rom). Nach dem großen Stadtbrand von Rom errichtete sich Nero auf etwa 70 ha Fläche eine gewaltige Palastanlage, die "domus aurea". Unter den nachfolgenden Kaisern wurde die Anlage zurück- und umgebaut, so dass heute weder Ausdehnung, noch Grundriss des Komplexes bekannt sind. Wie kann der gigantische Bau aber mit all seinen Besonderheiten im Kontext von Neros Herrscherkonzept verstanden werden?

Donnerstag, 25.08. | 18 Uhr (60 min) | Rheinisches Landesmuseum
Formen der Vernichtung - Was nach Neros Tod geschieht
Vortrag von Dr. Korana Deppmeyer. Trier). Der römische Senat erklärte Nero am 8. Juni 68 n. Chr. zum Staatsfeind. Um der drohenden Schande und seinen Verfolgern zuvorzukommen, beging Nero einen Tag später Selbstmord. Nun setzte die damnatio memoriae ein, die Tilgung seines Andenkens. Der Vortrag widmet sich dieser öffentlichen Vernichtung des Andenkens, aber auch seinem Gegenteil, der fortbestehenden Verehrung des ehemaligen Kaisers.

Donnerstag, 08.09. | 18 Uhr (60 min) | Stadtmuseum Simeonstift
Der Kaiser als Mörder - eine Kulturgeschichte kaiserlicher Gewalt
Vortrag von Dr. Christian Rollinger. Trier). Der politische Mord war in Rom gute Tradition - begann doch bereits die Republik mit dem Tyrannenmord. Kaiser und kaiserliche Angehörige bedienten sich ebenfalls brutaler Gewalt. Welchen Zwecken diente sie? Gegen wen richtete sie sich? Wann wurde aus kaiserlichen Hinrichtungen Mord und: Konnte der Kaiser überhaupt morden?

Donnerstag, 22.09. | 18 Uhr (60 min) | Rheinisches Landesmuseum
"Ist Nero ein Fall für den Psychiater?"
Vortrag von Prof. Dr. Harald Aschauer. Wien). Sind bei Nero krankhafte psychische Erscheinungen festzustellen? In diese Betrachtungen einbezogen werden biologische Fakten sowie die Lebens- und Familiengeschichte des Kaisers. Schon bei Neros Verwandten lagen allem Anschein nach psychische Störungen vor. Nero selbst erfüllte offenkundig alle Kriterien des "Cäsarenwahns", was aber nicht als psychiatrische Krankheit gilt.

Donnerstag, 06.10.2016 | 18 Uhr (60 min) | Vortragssaal Dom-Information
Was erwarten bedrängte Christen von Europa?
Vortrag mit Prälat Dr. Klaus Krämer (Aachen). Übergriffe und Gewalt gegen Christen und andere religiöse Gruppen oder Minderheiten - täglich berichten die Medien davon. Syrien, Irak, Nigeria, Pakistan oder Indien: Die Liste der Länder, in denen täglich die Religionsfreiheit verletzt wird, lässt sich beliebig erweitern. Christen sind davon in 102 Staaten in unterschiedlicher Weise betroffen. Was erwarten diese von Europa, um die Situation zu entschärfen? Welche Rolle spielt der interreligiöse Dialog?