Familiärer Dialog mit Künstlern

Familiärer Dialog mit Künstlern

Seit November 2009 lädt die Reihe Kunstsalon in der Tufa Trier monatlich zum Dialog mit je zwei Künstlern der Artothek ein. Die vorletzte Auflage vor der Sommerpause brachte Einsichten in Malerei von Annelie Scherschel-Freudenberger und Fotografie von Rainer Breuer, Ausblick auf einen Höhepunkt im Juni und eine positive Bilanz.

(ae) Klein- und großformatige Gemälde, Skizzen und Fotos hat die aus Neunkirchen im Saarland stammende Malerin Annelie Scherschel-Freudenberger in die Tufa mitgebracht. Doch anders als in einer Ausstellung dienen sie nicht allein der Betrachtung, sondern einem Einblick in die Welt ihrer Entstehung.

Die studierte Kunsthistorikern erschließt dem Publikum Lern- und kreative Prozesse, die zu einer individuellen künstlerischen Entwicklung von gegenständlicher hin zu abstrakter Malerei geführt haben. Das Interesse der Zuhörer ist groß, sie stellen etliche Fragen.

Die persönliche Begegnung mit Künstlern und Einblick in ihre kreative Arbeit zu vermitteln - genau das ist der Sinn des von Laas Koehler initiierten Kunstsalons. Seit sieben Monaten stellen sich je an einem Donnerstagabend immer zwei Kunstschaffende unterschiedlicher Genres vor. Allen gemeinsam ist, dass sie in der Tufa-Artothek vertreten sind, wo Kunst für eine kleine Gebühr ausgeliehen werden kann.

Nach Annelie Scherschel-Freudenberger ist Rainer Breuer an der Reihe. Der Verleger der édition trèves ist von einer unbekannteren Seite, der als Kunstfotograf, zu erleben. Er zeigt Konzert-, Landschafts- oder Städteaufnahmen, hinter denen der Anspruch steht, mit Licht zu zeichnen oder nicht alltägliche Perspektiven einzunehmen. Auch hier entspinnt sich ein angeregter Dialog.

Das habe er sich gewünscht, und das sei bei allen bisherigen Veranstaltungen gelungen, sagt Laas Koehler, der den Abend moderiert. Er resümiert auch eine erfreulich konstante Zahl von Kunstsalon-Besuchern und eine stets offene und familiäre Atmosphäre. "Es war immer spannend, weil die Künstler sehr unterschiedlich drangegangen sind, mal wissenschaftlich, mal eher wie bei einem Happening", sagt er. Und im einen oder anderen Fall seien Zuhörer so begeistert gewesen, dass sie direkt Werke der Vortragenden aus der Artothek geliehen hätten.

Für sie und alle anderen, die die Artothek seit ihrem Umbau 2009 (der TV berichtete) als Ausleiher genutzt haben, hält der letzte "Kunstsalon" vor der Sommerpause am 24. Juni ein Dankeschön bereit: die Verlosung von fünf Kunstwerken. Gleichzeitig werden sich an diesem vorläufigen Höhepunkt der Reihe die Artothek und das Tufa-Kunstgremium vorstellen. Wer also schon immer mal Fragen zu Ausstellungen in der Tufa oder zur Auswahl der Artothek loswerden wollte, kann das bei dieser Gelegenheit tun.

Der Kunstsalon am Donnerstag, 24. Juni, beginnt um 19 Uhr im zweiten Obergeschoss der Tufa Trier, der Eintritt ist frei.

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