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Farben gegen den November-Blues

Farben gegen den November-Blues

TRIER. Mittlerweile ist er aus dem Trierer Kulturleben nicht mehr wegzudenken: Der Markt der Künste zog auch in diesem Jahr wieder viele Besucher an, die in aller Ruhe unterschiedliche Werke betrachten und auch kaufen konnten.

Kaum war man drin, schon tauchte man ein ins Treiben. Hell, bunt und angenehm freundlich schien die Welt in der Halle der Europäischen Kunstakademie, während draußen der November sein wahres Gesicht zeigte. Das Wetter wird wohl auch einen kleinen Anteil daran gehabt haben, dass bereits eine halbe Stunde nach der Eröffnung des diesjährigen Marktes der Künste richtig viel los war. Zum fünften Mal veranstaltete der Förderkreis Europäische Kunstakademie diesen mittlerweile etablierten Sonntagnachmittag. Und nicht nur die Besucher werden von Jahr zu Jahr mehr, auch die Zahl der Aussteller wächst stetig: So waren in diesem Jahr über 60 Künstler mit dabei. Dabei macht beim "Markt der Künste" nicht stummes Betrachten allein den Reiz aus. Die Kommunikation, der rege Austausch zwischen Kunstschaffenden und -liebhabern ließ dieses Ereignis auch in diesem Jahr zu einem ganz besonderen werden. Herzliche Marktatmosphäre brachte Liebhaber und solche, die es noch werden wollen, näher an die Kunst, die auch käuflich zu erwerben war - ein Teil der Erlöse geht dabei an die Kunstakademie. Für jeden schien etwas zu finden zu sein - und das nicht nur zweidimensional in Aquarell, Öl, Acryl oder als Fotografie, sondern auch dreidimensional in Form von Skulpturen. Wie die von Leo Dellwo aus Pfalzel zum Beispiel. "Körperformen" nennt er seine dunkelbraunen Figuren, und genau wie die Menschen sind sie auch gestaltet: manche mit weichen Formen und glatter Struktur, andere wiederum mit mehr Ecken und Kanten. Vom regen Interesse kurz nach Beginn zeigte sich Leo Dellwo begeistert, aber wenig überrascht. "Ich bin, seitdem der Markt der Künste besteht, immer hier", so der Künstler, der direkt neben der Treppe hinauf in die erste Etage stand. Dort gab es in diesem Jahr auch einiges zu bestaunen und zu entdecken: Lance Armstrong auf Leinwand ist ebenso zu sehen wie bunte und schwarz-weiße Fotografien mit unterschiedlichen Motiven. Waren es im letzten Jahr etwa 800 Menschen, so dürften es nach Schätzungen gegen Mittag in diesem Jahr vielleicht noch mehr Besucher geworden sein, die sich ganz dem Markttreiben hingegeben haben.