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Farbklavier und Lichtkunst

Farbklavier und Lichtkunst

Wenn Ende November die Tage immer trüber werden, lockt die Luxemburger Philharmonie mit einem Kontrastprogramm. Für das Neue-Musik-Festival "rainy days" heißt es ab 26. November "Switch the light on".

Luxemburg. Bei den diesjährigen "rainy days" dreht sich alles um das Thema "Licht". Philharmonie, Théâtre National (TNL) und Grand Théâtre wollen mit demonstrativ vereinten Kräften zeigen, welch enge Verbindungen zwischen Optik und Akustik, zwischen Auge und Ohr bestehen.
14 Konzerte stehen von 26. bis zum 30. November auf dem Programm, dazu werden zehn Lichtkunstwerke im Philharmonie-Foyer ausgestellt.
Das Neue-Musik-Festival startet in der Cinémathèque mit vier experimentellen Filmen und Musik unter anderem von John Cage. Das TNL zieht am 27. November nach mit den Percussions de Strasbourg und der Schlagzeug-Licht-Komposition von Hugues Dufourt, Titel "Burning bright".
Geniestreich und Paukenschlag


Im Grand Théâtre gibt die Akram Khan Tanz-Company einen bilderreichen Kommentar zu Strawinskys "Sacre". "iTMOi", "in the mind of Igor" (etwa: "Im Geiste Igors") heißt die spektakuläre Produktion (29. November). Und in der Philharmonie befasst sich das Orchestre Philharmonique (OPL) unter der Leitung von Emilio Pomarico mit Alexander Skrjabins Ton-Licht-Komposition "Prometheus" und dessen Farbenklavier.
Am 28. November stehen auch Schönbergs Orchesterstücke op. 16 (und dessen Nr. 3, "Farben"), die "Spiegel" von Friedrich Cerha und, als Uraufführung, LUX von Manos Tsangaris auf dem Programm. Die Optik besorgt die preisgekrönte Lichtdesignerin Fabiana Piccioli.
Überhaupt bieten die "rainy days" wieder zahlreiche Uraufführungen an. 17 sind es insgesamt und elf darunter aus Luxemburg. Die United Instruments of Lucilin stellen Musik der jungen Komponistengeneration vor und kündigen dabei sogar einen "Geniestreich" an. Und für den letzten Tag verspricht Organisator Bernhard Günther einen "Paukenschlag".
Avantgarde-Künstler Yves Klein hat den Stil seiner berühmten monochromen Bilder in Musik gesetzt. "Symphonie Monoton - Silence" heißt sein Werk - 20 Minuten D-Dur, und dann 20 Minuten Stille.

Das komplette Programm der "rainy days" gibt es im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.philharmonie.lu" class="more" text="www.philharmonie.lu"%>