Feinmalerei und Feinsinn - Trierer Galerie zeigt Bilder von Jan Kromke

Feinmalerei und Feinsinn - Trierer Galerie zeigt Bilder von Jan Kromke

Einmal mehr eröffnet der künstlerische Austausch zwischen Trier und Dresden der Moselstadt spannende Bildwelten. Die Galerie Junge Kunst zeigt "Landschaften" des in der Elbestadt lebenden Malers Jan Kromke.

Trier. Jeder kennt das: Das Land liegt noch schlafend im frühen Morgennebel. Ein feiner lichter Schleier hüllt Täler und Berge ein, unter dem sich Wiesen, Felder und Bäume erahnen lassen. Wer sich die Bilder von Jan Kromke anschaut, mit ihrem dunklen Grund, über dessen Horizont ein fernes Licht durch feinen Dunst schimmert, dem kommen solche Bilder in den Sinn. Nichts als Stimmung und Farbe gewordene Atmosphäre sind die Arbeiten des 1976 geborenen Malers, die derzeit in der Galerie Junge Kunst zu sehen sind.
Der Caspar-David-Friedrich Preisträger, der heute in Dresden lebt, ist nicht nur ein hochsensibler, sondern auch ein technisch brillianter Maler, der nach traditioneller Art seine Ölgemälde sorgfältig Schritt für Schritt aufbaut. Er versteht sich auch aufs Feinste auf Farbwerte und Lichtführung. Kromkes perfekt ausbalancierte Kompositionen sind eine eindrucksvolle Verbindung von Feinsinn und Feinmalerei.
Das allein macht aber nicht die geradezu suggestive Anziehungskraft dieser sanften Landschaften aus. Kromkes Bilder sind so etwas wie farbige "Lieder ohne Worte". Ihre zarten Farbklänge, ihr dunkler Grundakkord, ihr inneres Leuchten erzählen von weiten Seelenlandschaften, von lichten Fernen und einer geheimnisvollen Welt hinter dem hellen Farbschleier. Aber vor allem führt der Weg in die Tiefen des Bildes, direkt in die eigene Seelenwelt. Neben den Ölgemälden werden sehr schöne Holzdrucke gezeigt, die allerdings unter ihrer Rahmung leiden. er
Bis 26. Juli, Samstag und Sonntag 14-17 Uhr, sowie nach telefonischer Vereinbarung, Telefon 0651-9763840,
www.junge-kunst-trier.de