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Feuer und Flamme für die Musik im Sinfoniekonzert

Feuer und Flamme für die Musik im Sinfoniekonzert

Trier. (gkl) Zu einem fulminanten Abend geriet das achte Sinfoniekonzert im Trierer Stadttheater, an dessen Ende sich das Publikum mit Ovationen bedankte. Generalmusikdirektor Victor Puhl beeindruckte auch beim letzten Konzert der laufenden Saison.

Natürlich, im ersten Teil glänzten besonders die beiden Kontrabassisten Roman Patkoló und Ruslan Lutsyk in Giovanni Bottesinis "Passione Amorosa" und anschließend noch Patkoló in Pablo de Sarasates Zigeunerweisen in der Kontrabassfassung. Faszinierend zu erleben, welche klanglichen Möglichkeiten in diesem ungelenk wirkenden Instrument stecken. Dann aber kam der zweite Teil des Abends mit Schostakowitschs Sinfonie e-Moll. Welch eine Ausdruckskraft, welch eine Dynamik, mit der die Philharmoniker hier zu Werke gingen. Sie ließen erzittern, bangen, hoffen. Martialisch hämmerte das Scherzo, nur scheinbar gelöst und heiter, immer wieder abrupt gestört, erklang das Allegretto. Es gab kein Register der Philharmoniker, von den Streichern über die Bläser bis hin zum Schlagzeug, dem man Komplimente für die Qualität vorenthalten dürfte. Aurelius Augustinus hat einmal gesagt: "Nur wer selber brennt, kann andere entzünden."

Hier konnte man erleben, wie das gemeint ist. Puhl war offensichtlich Feuer und Flamme für dieses Opus 93 und hatte die Musiker angesteckt. Da konnte sich auch das Publikum nicht entziehen und honorierte den Abend mit minutenlangem rhythmischem Applaus.