1. Region
  2. Kultur

Film ab - Die Kinokolumne: "Jupiter Ascending"

Film ab - Die Kinokolumne: "Jupiter Ascending"

Mit "Matrix" (1999) revolutionierten sie den Science-Fiction-Film. Nun greifen die Geschwister Wachowski in "Jupiter As-cending" erneut nach den Sternen.

Und beweisen: Was das Erschaffen fantastischer Welten angeht, kommt derzeit keiner am Team um das Regieduo vorbei. Was das Erzählerische betrifft, ist allerdings viel Luft bis zum Firmament. Jupiter Jones (Mila Kunis) hasst ihr Leben. Geht es nach ihrem Horoskop, ist sie zu Größerem bestimmt. Doch von Astrologie hält die frustrierte Putzfrau genauso viel wie vom Inhalt der Toiletten, die sie schrubbt. Das ändert sich schlagartig, als der Außerirdische Caine (Channing Tatum) auf der Erde landet, um sie vor Kopfgeldjägern zu retten. Langsam aber sicher schwant Jupiter, dass ihr Schicksal doch in den Sternen liegen könnte. Wie schon die "Matrix"-Trilogie stammt auch "Jupiter Ascending" aus der Feder der Geschwister Wachowski. Und erneut plündern die beiden munter den popkulturellen und ihren eigenen Kosmos. War "Matrix" noch ein düsterer Mix aus Cyberpunk mit Anleihen bei Platon, Lewis Carroll und George Orwell, kommt "Jupiter Ascending" dagegen als großangelegte bonbonbunte Weltraumoper irgendwo zwischen "Aschenputtel", "Die Schöne und das Biest" und "Per Anhalter durch die Galaxis" daher. Verglichen mit dem optischen Feuerwerk, das die Wachowskis auf der Leinwand abbrennen, geraten Erzählung und Action jedoch zu Rohrkrepierern. Zwar sind die Schusswechsel und Verfolgungsjagden sauber choreographiert, von einer neuerlichen technischen Revolution wie einst bei "Matrix" jedoch meilenweit entfernt. Durch zu viele Parallelhandlungen verliert die Geschichte zudem recht schnell an Drive. Das größte Problem sind dabei die beiden Hauptdarsteller. Die obligatorische Romanze zwischen Jupiter und Caine will einfach nicht recht zünden. Zwischen Mila Kunis und Channing Tatum knistert einfach nichts unter dem Sternenhimmel. Falk Straub Der Film läuft in Kinos in Trier, Daun und Bernkastel-Kues. Weitere TV-Kinokolumnen lesen Sie online auf der Seite <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>