Film ab

Extrem laut und unglaublich nah: Oskar hat Angst — vor lauten Geräuschen, Brücken, Aufzügen und U-Bahnen. Doch der Elfjährige lebt in New York und muss sich all diesen Dingen täglich stellen.

Zusammen mit seinem Vater gelingt ihm das einigermaßen. Doch mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem Zusammenbruch des World Trade Centers bricht Oskars Welt zusammen. Er findet keine Antwort auf die Frage: "Warum musste mein Vater sterben?" Extrem laut und unglaublich nah ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jonathan Safran Foer mit Tom Hanks und Sandra Bullock. Die Hauptrolle spielt der junge Thomas Horn, der als Oskar Schell ein beeindruckendes Spielfilmdebüt gibt und die Geschichte mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit erzählt. Der Junge ist besessen davon, das Schloss zu einem Schlüssel ausfindig zu machen, den er zufällig im Kleiderschrank seines Vaters gefunden hat. Er schwänzt die Schule, denkt sich Lügengeschichten aus und verliert immer mehr den Bezug zur Realität, wäre da nicht dieser fremde alte Mann, der bei Oskars Großmutter eingezogen ist und dem er sich anvertraut. Schauspieler Max von Sydow spielt diesen Mann, der kein Wort spricht, sondern meist mit den Worten "Ja" oder "Nein" antwortet, die auf seinen Handflächen notiert sind. Für diese schauspielerische Leistung könnte von Sydow am 26. Februar den Oscar als "Bester Nebendarsteller" gewinnen. Der Film ist obendrein als "Bester Film" nominiert.dpa