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Flamenco, Swing und Meister am Bass

Flamenco, Swing und Meister am Bass

Sie kommen aus Spanien, Ägypten, den USA oder Rumänien: Im Frühling geben sich in Luxemburg beim Festival "Printemps Musical" wieder Stars der Weltmusik die Klinke in die Hand. Organisiert wird das Spektakel vom Luxembourg City Tourist Office (LCTO).

Luxemburg. "In der Weltmusikszene haben wir uns mit unserem Festival ,Printemps Musical\' mittlerweile einen Namen gemacht", sagt Roby Schuler, Organisator des Festivals, stolz. Schulers Leidenschaft ist die Weltmusik, zu der Szene pflegt er gute Kontakte. Sonst würden wohl in diesem Jahr nicht Stars wie der deutsche Pop- und Jazzsänger Roger Cicero, die spanische Flamenco-Röhre Buika oder der amerikanische Bassvirtuose und vierfache Grammy-Award-Gewinner Stanley Clarke auftreten. Klänge von jedem Kontinent

Jedes Jahr fährt Organisator Schuler auf die großen Weltmusikmessen, um dort neue und altbekannte Größen des Genres für das Festival zu gewinnen. Wichtig sei bei der Auswahl die Vielfalt der Kulturen und der Kontinente. "Ich möchte, dass Afrika möglichst vertreten ist, dort liegt für mich die Wiege der Weltmusik", erklärt er. Seun Kuti & Egypt 80 repräsentiert diesmal den schwarzen Kontinent. Der Alt-Saxofonist und Sänger Seun Kuti stammt aus Lagos in Nigeria und übernahm bereits mit 14 Jahren das musikalische Erbe seinen Vaters. Fela Kuti gilt als Begründer des Afro-Beats. Er starb 1997 in Lagos an Aids. Seun Kuti spielt am 19. Mai im Atelier, wo er sein drittes Album "With A Long Way To Beginning” vorstellt. Neben dem Atelier sind auch die Philharmonie und die Abtei Neumünster Veranstaltungsorte. Insgesamt werden bis zum 27. Mai elf Konzerte in Luxemburg geboten. Den Startschuss gab gestern das Biréli Lagrène Gipsy Poject. Beim "Printemps Musical" reiht sich ein Sahnestückchen an das andere. Flamenco, Soul, Jazz und Funk bietet die unvergleichliche Buika am Montag, 23. März, 20 Uhr, in der Philharmonie. Buika wurde 1972 auf Mallorca als Tochter von Einwanderern aus Äquatorialguinea geboren, wuchs mit Flamenco und spanischer Volksmusik auf und versetzte in Luxemburg schon mehrfach die Zuschauer mit ihrer außergewöhnlich starken, rauchigen Stimme in Erstaunen. Roby Schulers Geheimtipp ist Juan García-Herreros, auch bekannt unter dem Künstlernamen "Snow Owl”. Der weltbekannte E-Bassist spielt auf einer speziellen sechssaitigen Contrabass-Gitarre. García-Herreros wurde in Bogotá, Kolumbien, geboren. Ob Jazz, Pop, Funk, Salsa, Rock, Klassik, Heavy Metal oder Avante Garde - der Virtuose kann einfach alles. Er tritt am Dienstag, 24. März, um 20.30 Uhr im Atelier auf.Ein weiterer Höhepunkt ist am Samstag, 11. April, 20.30 Uhr, der Auftritt des Bassvirtuosen und vierfachen Grammy-Siegers Stanley Clarke im Atelier. Er gilt als lebende Legende, hat bereits 40 Alben aufgenommen und ist für seine Filmmusik zu "Boyz N The Hood" oder "Romeo Must Die" bekannt. Clarke ist der erste Bassist, der als Solist mit seiner eigenen Band auf Tour geht und weltweit für ausverkaufte Konzerte sorgt. Mit Roger Cicero singt auch ein deutscher Star am Mittwoch, 29. April, 20.30 Uhr, im Atelier. Auf kleiner Bühne mit nur vier Musikern präsentiert der Sänger Jazz-Standards, Klassiker und Cover-Versionen. Laut Schuler ein Roger Cicero, wie ihn viele noch nie gehört haben.In der Vergangenheit kamen insgesamt im Durchschnitt 3600 Besucher zu den Frühlingskonzerten, die dieses Jahr in die 33. Auflage gehen. Die Konzertsäle fassen oft nur etwa 300 Fans. Ein kleines, aber feines Festival mit Top-Musikern zum Anfassen. lcto.lu/de/festivals