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Flaue Kindheit

 Roland Satlows Gemälde „Alter Freund". TV-Foto: Eva Maria Reuther
Roland Satlows Gemälde „Alter Freund". TV-Foto: Eva Maria Reuther
Kindheit und Jugend sind keine einfache Zeit. Das wird einmal mehr in der aktuellen Ausstellung der Europäischen Kunstakademie Trier deutlich, die sich diesem Thema widmet.

In ihrer Jahresausstellung haben dort die Dozenten des Hauses eigene Kindheitserinnerungen und persönliche Eindrücke zur zeitgenössischen Lage von Kindern und Jugendlichen ins Bild gesetzt.

Als Medien dienen den 20 Ausstellenden Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation und Video. Am eindrücklichsten bei dieser Schau ist, wie leicht man sich an einem so vielschichtigen und schwergewichtigen Thema verheben kann. Gegen verkitschte Kindheitsbilder und Angriffe auf die Würde des Kindes ist die Ausstellung angetreten. Zudem will sie grundlegende Veränderungen im Bild des Kindes sichtbar machen, über Kinderarmut und Kinderwunsch Auskunft geben.


Gestalterisch umgesetzt erschöpft sich das achtbare Projekt allerdings in mehr oder weniger beliebigen Bildern, die meist nicht einmal bewegen und schon gar nicht aufrütteln, sondern bestenfalls unterhalten. So wie Francesca Cataldis afrikanische Kinderarmut oder Bodo Korsigs stacheliger Schnuller. Roland Satlows angekränkelter Teddy daneben ist als Standardbild immer richtig, wo es um Kindheit geht. Und auch von Marcel Köhlers 17 Fotoporträts über jugendlichen Kleiderkult hat man schon soviel Verwandte gesehen, dass sie einen kalt lassen. Was wirklich ergreift und künstlerisch überzeugt, ist Klaus Hoefs poetisches Video über den Verlust der Kindheit. Das kann man sich sogar mehrmals anschauen. Eva-Maria Reuther

Ausstellung bis 25. August, jeweils dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, www.eka-trier.de

Kurzkritik: Kindheit und Jugend

Flaue Kindheit

Kindheit und Jugend sind keine einfache Zeit. Das wird einmal mehr in der aktuellen Ausstellung der Europäischen Kunstakademie Trier deutlich, die sich diesem Thema widmet. In ihrer Jahresausstellung haben dort die Dozenten des Hauses eigene Kindheitserinnerungen und persönliche Eindrücke zur zeitgenössischen Lage von Kindern und Jugendlichen ins Bild gesetzt. Als Medien dienen den 20 Ausstellenden Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation und Video. Am eindrücklichsten bei dieser Schau ist, wie leicht man sich an einem so vielschichtigen und schwergewichtigen Thema verheben kann. Gegen verkitschte Kindheitsbilder und Angriffe auf die Würde des Kindes ist die Ausstellung angetreten. Zudem will sie grundlegende Veränderungen im Bild des Kindes sichtbar machen, über Kinderarmut und Kinderwunsch Auskunft geben. Gestalterisch umgesetzt erschöpft sich das achtbare Projekt allerdings in mehr oder weniger beliebigen Bildern, die meist nicht einmal bewegen und schon gar nicht aufrütteln, sondern bestenfalls unterhalten. So wie Francesca Cataldis afrikanische Kinderarmut oder Bodo Korsigs stacheliger Schnuller. Roland Satlows angekränkelter Teddy daneben ist als Standardbild immer richtig, wo es um Kindheit geht. Und auch von Marcel Köhlers 17 Fotoporträts über jugendlichen Kleiderkult hat man schon soviel Verwandte gesehen, dass sie einen kalt lassen. Was wirklich ergreift und künstlerisch überzeugt, ist Klaus Hoefs poetisches Video über den Verlust der Kindheit. Das kann man sich sogar mehrmals anschauen. Eva-Maria Reuther Ausstellung bis 25. August, jeweils dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, www.eka-trier.de