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Fotografische Wahrheiten und Unwahrheiten

Fotografische Wahrheiten und Unwahrheiten

Unter dem Motto "Fotografie und Fiktion" gehen in Luxemburg von Dienstag bis zum 15. September die Internationalen Photomeetings in die achte Runde. Die zugehörigen Ausstellungen sind bis in den Oktober zu sehen.

Luxemburg. Wie viel Wahrheit steckt in der Fotografie? Oder sind im Zeitalter nahezu unbegrenzter Möglichkeiten der Computerbearbeitung Fotos nur noch reine Fiktion und Kunstprodukt? Die alte, für die Digitalfotografie allerdings dringlich neu zu stellende Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Fotografie steht im Mittelpunkt der Internationalen Photomeetings Luxembourg 2012, die in diesem Jahr zum achten Mal starten.
Für fünf Tage wird Luxemburg wieder zum internationalen Treffpunkt für Fotografen, Fotokünstler, Fotofreunde sowie Studierende und Lehrende der Fotografie. In Workshops, Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen werden neben dem aktuellen Thema auch Grundfragen der Fotografie erörtert und in die Praxis umgesetzt.
Sechs internationale Hochschulen und ihre Studenten sowie ein Luxemburger Gymnasium nehmen in diesem Jahr wieder am Meeting teil. Darunter die Royal Academy of Fine Arts Antwerpen, die Aalto University School of Arts, Design and Architecture Helsinki und die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Renommierte Fotografen stehen als Workshopleiter zur Verfügung, unter ihnen der hochangesehene Alfred Seiland.
Erstmals mit Retrospektive


Spannendes versprechen auch der Vortrag der spanischen Fotografin und Konzeptkünstlerin Joan Fontcuberta sowie der kompetent besetzte Runde Tisch zum Thema. Wie in jedem Jahr wird das Treffen von Fotoausstellungen begleitet. Erstmals wird jedoch eine fotografische Retrospektive der vergangenen Photomeetings im Ratskeller des Cercle gezeigt. Weitere Ausstellungen präsentieren Arbeiten von Studenten und Lehrern. "Europa soll voneinander lernen", sagt Fotoexpertin Marita Ruiter. Der Leiterin der Luxemburger Photomeetings geht es gleichermaßen um qualitätvolle Förderung des fotografischen Nachwuchses wie der Fotografie selbst. er
Der Besuch von Vorträgen und Ausstellungen ist kostenlos. Die Teilnahme an Workshops ist gebührenpflichtig.
Extra

Workshops im Cercle, 12. bis 15. September, jeweils von 9 bis 17 Uhr. Symposion im Cité Auditorium vom 12. bis 14. September, jeweils von 17.30 bis 19 Uhr, 12. September: Joan Fontcuberta, 13. September, Runder Tisch, organisiert vom Institut Pierre Werner, 14. September: Arno Rafael Minkkinen. Ausstellungen:Retrospektive: Ratskeller des Cercle, 12. September bis 7. Oktober, Öffnungszeiten: täglich 10 bis 19 Uhr. Arbeiten der Studenten: Galerie beim Engel, 11. September bis 20. Oktober, Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18.30 Uhr. Ausstellung der Workshop-Leiter: Galerie Clairefontaine, 13. September bis 6. Oktober, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr. Registrierung und weitere Informationen: www.photomeetings.lu , Telefon 00352/472324 er