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Fourschlag Percussiontrio spielt in Kirche Christkönig in Trier

Musik : Percussion-Ensemble spielt in Trier: Wie ein reines Schlagzeug-Konzert klingt

So war der Auftritt des Fourschlag Percussiontrio in der Kirche Christkönig in Trier.

Das verschobene 1. Kammerkonzert der Kammerkonzertreihe „Percussion Plus“ fand am Sonntag, 15. Mai, mit dem Fourschlag Percussiontrio statt. An den Schlagzeugen: Sakiko Idei a.G., Hans Rudolf, Mitglied im Philharmonischen Orchester der Stadt Trier, und Michael Zeller a.G., Mitglied im Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Koblenz.

Viele Interessierte, auch Kinder und Jugendliche, führte die Neugier auf ein reines Schlagzeugkonzert in die Kirche Christkönig in Trier und füllten den Gemeindesaal.

Wer in Erwartung eines besonderen Klangerlebnisses gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Das Spektrum der bekannten Schlagzeuginstrumente wie Trommeln, Pauken, Becken und Glocken hat eine große Bereicherung durch viele kreative Neuschöpfungen erfahren, so auf Töne gestimmte Holzbretter – aus ehemaligen Treppenstufen – und ebenfalls gestimmte Glasflaschen, die sphärenhafte Klänge hervorbringen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Mit den neuen Klangmöglichkeiten lassen sich auch komplexe Lebensbereiche unserer Zeit hörbar machen. Zu akustischen Darstellung zeitgenössischer Aspekte dürfte der Nuancenreichtum von Schlagwerken wahrscheinlich sogar am besten geeignet sein.

Hans Rudolf erklärte die „Klang-Collagen“, wie er die Stücke bezeichnete. Der dänische Komponist Mathias Reumert (geb. 1980) komponierte mit seinem Werk „Fabricco für Schlagzeug-Trio“ die Arbeit in einer Fabrik mit Rhythmen, Tönen, Klängen und Lichteffekten. Der amerikanische Komponist Christopher Cerrone (geb. 1984) erinnerte sich in „Memory Palace“ an Orte und Eindrücke aus seiner Kindheit in New York. Nigel Westlake (geb. 1958), Australien, ließ sich von einem Gemälde des Malers Paul Klee zu „Omphalo Centric Lecture“ inspirieren. Alejandro Vinao (geb. 1951), Argentinien, bezog riffartige Jazzelemente, Gitarren- und Rockmusik und Kirchenglocken in seine Komposition „Relative Riffs für Schlagzeug-Trio“ mit ein.

Die technischen und gestalterischen Ansprüche an die Solisten steigerten sich crescendoartig von Stück zu Stück. Perfektion und Virtuosität, einzigartig brillant, begeisterten das Publikum.

Die Zugabe in Form eines hinreißend tänzerischen „Kehraus“ war das i-Tüpfelchen dieses Klangereignisses.