Ganz normaler Wahnsinn „Vom andern Stern“

Ganz normaler Wahnsinn „Vom andern Stern“

Mit ihrem neuen Theaterstück hat die Schmit-Z Family bei der Premiere am Freitag wieder einmal bewiesen, dass es noch besser, kreativer und bunter geht. „Vom andern Stern“ ist deshalb ein echtes Highlight, dass man nicht verpassen sollte.

Man könnte wirklich glauben, die sind von einem anderen Stern. Zumindest, was die Kreativität, Witzigkeit und Farbigkeit des neuen Theaterstücks betrifft, mit dem die Schmit-Z Family am Freitag im ausverkauften großen Saal der Trierer Tufa Premiere feierte.
In diesem Jahr entführen die schwul-lesbischen Schauspieler die Zuschauer in fremde Galaxien. „Wir schreiben das Jahr 3030: Die Crew des Raumschiffes GLS (Gay and Lesbian Ship) Baltimore macht sich auf, um einen geheimnisumwobenen Planeten zu finden“, heißt es zu Beginn. Der nennt sich Dhakara und soll alle Wünsche in Erfüllung gehen lassen.
In drei Akten wird die spannende und unglaublich lustige Geschichte der Weltraumabenteurer erzählt, die endlich einmal die Damen der Family in den Vordergrund stellt. Die Besatzung um Captain Gangway ist ausschließlich weiblich besetzt. Mit von der Partie sind neben der Crew der zwielichtige Torak und sein Anhänger McKenzie III., die den Weg zum Planeten kennen. Dazu kommen Dr. Ampulla Recta, die affektierte Prinzessin Majaserana und deren Diener Mr. T sowie die nach einem Absturz gestrandeten, einzig überlebenden ihrer Spezies, die Autofertilianer (Selbstbefruchter) Itsy Bitsy und Teenie Weenie mit ihrem Androiden PPTVYT.
Alle spielen ihre Rollen mit viel Witz. Besonders liebenswert, weil so kuschelig, pink und niedlich, sind die Autofertilianer, dargestellt von Edgar Sonnen und Alex Rollinger.
„Vom andern Stern“ ist ganz klar eine Parodie auf Filme wie Star Trek oder Star Wars. „Bei uns gibt es viele Trekkies. Das Stück zu machen, war deshalb ein Wunsch vieler Mitspieler“, sagt Schmit-Z Geschäftsführer, Alex Rollinger. Natürlich wurden passend zu den einzelnen Szenen Musikstücke aus Filmen adaptiert. Doch nicht nur die lohnt den Besuch des Theaters. Auch die Tanzeinlagen, die aufwändige Kulisse und die wie auf den Leib der Schauspieler geschnittenen Rollen verdienen großes Lob. „Wir haben alles selbst gemacht. Bis zuletzt haben unsere Bühnenbauer an den technischen Feinheiten gewerkelt.“ Und das sieht man auch.
Natürlich wird hier nicht verraten, wie sich die spannende Geschichte entwickelt. Schließlich gibt es das Weltraumabenteuer am 28./ 29.11.2008 noch einmal zu sehen. Karten sind nur noch für die Vorstellung am Freitag erhältlich.