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Ganz schön hart, aber herzlich: 20 Bands, über 2000 Zuschauer

Ganz schön hart, aber herzlich: 20 Bands, über 2000 Zuschauer

Das Summerblast-Festival (Metalcore/Hardcore) hat sich in Trier seit Jahren etabliert. Bei der heutigen Auflage, unter anderem mit den US-Größen Architects, Suicide Silence und Madball, wird aber einiges anders.

Trier. Ein Satz, den man im Sommer von Festivalmachern eher selten hört: "Ich finde es ja cool, dass es regnen soll und kälter gemeldet ist", sagt Eric Kuhnen, Mitveranstalter des "Summerblast", das heute Connaisseure der derberen Gangart nach Trier locken wird. Das Festival hat Tradition. Über Jahre hinweg war es das größte Open Air des Jahres im Exhaus. Mit über 20 Bands aus der ganzen Welt, Zuschauern aus ganz Deutschland - und teilweise auch aus Spanien. Und es ist ein Festival mit Haltung - hart, aber herzlich. Das gilt 2015 wieder, auch wenn viel anders ist: Aufgrund der neuen Brandschutz-Auflagen im Exhaus war das Festival in dieser Größe nicht mehr umzusetzen. Die Bands waren bereits gebucht, eine neue Location musste her, nicht weit entfernt, wesentlich größer - und wetterunabhängig: die Arena. Die Stadt Trier habe mitgeholfen, dass das Summerblast auch in diesem Jahr über die Bühne gehen kann, sagt Kuhnen. Für das Veranstalterteam um Kuhnen und Tim Thielen bedeutete die Verlegung aber auch: sehr stressige Wochen. "Es wird mit über 2000 Leuten das größte Summerblast-Festival aller Zeiten", kündigt Kuhnen an. Kuschelig wird es in der 6000er-Halle aber nicht. Für die Festivalbesucher wird es auch unabhängig vom ungewohnten Dach überm Kopf eine Umstellung: In der Arena gibt's nur eine Bühne , im Exhaus waren es zwei. Um alle 20 gebuchten Bands unterzubringen, gibt es ein 14-Stunden-Programm (drei Bands spielten bereits gestern Abend in Lucky's Luke): Endless Heights, eine von vier australischen Bands im Programm, steht heute schon um 10 Uhr morgens auf der Bühne. Die Headliner am Abend sind Bury Tomorrow, Madball, Stick to Your Guns, Suicide Silence und zum Abschluss Architects (23 Uhr), allesamt Größen in ihren Genres, im weiten Feld zwischen Hardcore und Death-Metal. Wer musikalisch einen anderen Heimathafen hat und wem die Bandnamen allesamt nichts sagen: Alleine die US-Death-Metalband Suicide Silence hat über vier Millionen Fans bei Facebook - mehr als Die Toten Hosen, Die Ärzte und Helene Fischer zusammengenommen. Wobei die Schnittmenge an Fans mit Letzterer bei null liegen dürfte. Für 100 Gästelistenplatz-Gewinner geht es nach dem Arena-Fest doch noch ins Exhaus: Dann steht ein exklusiver Songwriter-Auftritt im Balkensaal an. AFsummerblast-festival.de