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Geheimtipp, Spektakel und erstmals Chor der Großregion

Geheimtipp, Spektakel und erstmals Chor der Großregion

So umfassend ist auch in der Philharmonie selten ein Monatsprogramm gewesen. Erstaunlich viele Stilrichtungen sind vertreten. Vielleicht am spektakulärsten: die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle. Aber auch der Symphonische Chor der Großregion könnte sich zum Besuchermagneten entwickeln.

Luxemburg. Die Philharmonie brennt im März ein wahres Feuerwerk an attraktiven Konzerten beinahe jeder Couleur ab. Der Monat beginnt mit einer gewichtigen Matinee des Orchestre Philharmonique (OPL) mit Haydn und Beethoven, der 26-jährigen Startrompeterin Tine Thing Helseth und Richard Egarr von der Academie of Ancient Musique am Dirigierpult (2. März, 11 Uhr).
Und das OPL bleibt präsent: ein "Dating" (6. März) mit Percussionist Martin Grubinger und Musik von Friedrich Cerha, mit "Austria" aus der "Aventure+"-Reihe und Musik von Webern, Mahler und erneut Cerha (7. März, 19 Uhr). Mitte des Monats gibt\'s eine Walzer-Matinee (15. März, 11 Uhr) und Ende März stehen Beethovens Violinkonzert (Solistin: Baiba Skride) und Zemlinskys "Meerjungfrau" auf dem Programm (28. März). Dazu sind die Live-Cinema-Veranstaltungen längst eine feste Größe (21./22. März, 10.30 Uhr, 15 Uhr, 20 Uhr). Auch die Solistes Européens mischen mit. Sie spielen Beethoven, Tschaikowsky und zwei "Überraschungswerke" (24. März).
Selbstverständlich haben Luxemburgs Orchester auch im März kein Monopol. Der Auftritt der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle mit Musik von Brahms, Georg Friedrich Haas und Debussy ist unter den Gastspielen wohl am spektakulärsten (5. März). Dicht gefolgt von der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann mit Bruckners Fünfter (11. März). Das City of Birmingham Symphony Orchestra kommt mit Brahms und Strawinsky und Stargast Anne-Sophie Mutter. Zudem steht Dirigent Andris Nelsons unter den Maestri längst in der ersten Reihe (31. März).
Schließlich tragen großregionale Ambitionen endlich einmal Früchte: Der Symphonische Chor der Großregion (Einstudierung: Camille Kerger) ist dabei, wenn Michael Tilson Thomas und die San Francisco Symphony Mahlers Dritte aufführen (23. März). Und schließlich versprechen Violinistin Alina Pogostkina und die Deutsche Kammerphilharmonie unter Paavo Järvi eine schlanke, rhetorisch ausgefeilte Haydn- und Mozart-Interpretation (8. März).
Das Monatsprogramm bietet mehr: Auftritte von Pianist Nikolai Lugansky (2. März, Franck, Prokofjew, Rachmaninow) und Bariton Simon Keenlyside (18. März, Britten, Eisler, Strauss, Schubert, Brahms), das Belcea-Quartett (4. März, Purcell, Haydn, Britten), Jazz mit dem Joshua Redman-Quartett (9. März).
Außerdem sind Geheimtipps dabei: Die Folias de Espana bringen Alte Musik und aktuelle Klänge zusammen (17. März). Das Calefax Reed Bläserquintett präsentiert Conlon Nancarrow und andere Zeitgenossen in witzigen Arrangements (20. März). Und Sahara Soul mit dem Grammy-nominierten Bassekou Kouyaté machen Weltmusik (29. März).mö

Beginn, wenn nicht anders angegeben: 20 Uhr. Karten: 00351/2632 2632, www.philharmonie.lu