Generalmusikdirektor bleibt: Puhls Vertrag wurde verlängert

Generalmusikdirektor bleibt: Puhls Vertrag wurde verlängert

Was massiver Protest und offene Briefe bewirken können, zeigt nun in Trier die Personalie Victor Puhl: Der Stadtrat hat den Vertrag des Generalmusikdirektors verlängert. Zuvor war geplant, Puhl durch einen Chefdirigenten zu ersetzen, der dem Theaterintendanten unterstellt ist.

In der Trierer Kulturszene jagt derzeit eine spannende Personalie die nächste. Am Dienstagabend hat der Stadtrat den Vertrag von Victor Puhl, Generalmusikdirektor am Theater Trier, in nicht öffentlicher Sitzung um weitere zwei Jahre bis zum 31. Juli 2018 verlängert. Wie das Trierer Presseamt mitteilt, folgten die Politiker damit einem Vorschlag des Kulturdezernenten Thomas Egger, "um die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem französischen Dirigenten fortzusetzen".

Eine Kehrtwende. Setzt die Politik damit doch nun das Gegenteil dessen um, was Egger und Theaterintendant Karl Sibelius im Rahmen der neuen Theater AöR ursprünglich geplant hatten: Puhls Vertrag sollte nicht verlängert werden und statt eines Generalmusikdirektors sollte es einen Chefdirigenten geben, der Sibelius genau wie die anderen Spartenleiter des Theaters unterstellt wäre. Doch war der Protest aus der Kulturszene angesichts Puhls Beliebtheit und Erfolgen derart groß, dass man einknickte. Puhls aktueller Vertrag wäre Ende Juli 2016 ausgelaufen. Nun ist garantiert, dass er auch in der neuen AöR Generalmusikdirektor bleibt.

Victor Puhl sagt: "Ich freue mich sehr, dass ich noch zwei Jahre länger am Theater arbeiten kann". Und er freue sich auch über die Unterstützung seines Orchesters und des Publikums.

Aber wie ist es für ihn, mit Theaterintendant Karl Sibelius zusammenzuarbeiten, der doch ursprünglich gar keinen Generalmusikdirektor neben sich wollte? "Wir arbeiten zusammen. Kein Problem", sagt Puhl. Der frische Wind tue dem Theater gut und das wolle er mit dem Orchester unterstützen.