Grandios und glanzvoll

Grandios und glanzvoll

Abwechslungsreiche Musik von Klassik bis Pop, tolle Stimmen und eine glanzvolle Show - diese Mischung hat bei der "Night of the Proms" im Luxemburger Kulturzentrum Coque mehr als 4000 Besucher von den Stühlen gerissen. Mit dabei waren neben Anastacia, Mick Hucknall, Naturally 7 und John Miles auch Jupiter Jones aus der Eifel.

Luxemburg. Bässe wummern aus dem Dunkel, nach und nach erweitert um vielschichtigen Rhythmus und Melodie, bis schließlich Phil Collins Hit "In The Air Tonight" Beine und Hände im Saal in Bewegung bringt. Was nach vielerlei Instrumenten klingt, sind nur sieben menschliche Stimmen - die der New Yorker a capella Formation "Naturally 7". Grandioser Auftakt für eine Veranstaltung, die mit dem Wort "Proms" im Titel sowohl auf bekannte Stars als auch bekannte Musik setzt. Das Konzept geht seit 28 Jahren auf. Warum, wird bei dieser Ausgabe zum zehnten Geburtstag der Coque, die gleichzeitig Tourstart der aktuellen "Night of the Proms" durch Europa ist, schnell klar.
Bühne aus Licht und Projektionen



Zu hören ist, was ins Ohr geht. Die Ouvertüre zur Operette "Die schöne Galathee" steht neben Filmmusik von Enrico Morricone. Bachs "Tokkata und Fuge" - erst klassisch, dann "verrockt" - trifft auf ein Hip Hop-Medley. Und es wird glanzvoll geklotzt statt gekleckert. Die von Licht und Projektionen effektvoll umrahmte Bühne teilen sich das 70-köpfige Sinfonieorchester Il Novecento unter Leitung von Robert Groslot, die Electric Band des Musikers und Komponisten John Miles, der Solo-Harfinist Remy van Kesteren und Größen des Showgeschäfts.
Nach Naturally 7, die für "While My Guitar Gently Weeps" mit gesungenem "Gitarrensolo" wie auch alle weiteren Nummern frenetisch bejubelt werden, ist Anastacia am Start. Sie schlägt mit Tophits wie "Left Outside Alone", kraftvoller Stimme und sprühendem Temperament kräftig Funken. Nicht anders Mick Hucknall, der mit unverwechselbar kehligem Gesang die größten Soul-Erfolge von Simply Red, zum Beispiel "Stars", interpretiert und die Menschen zum Tanzen bringt. Altmeister John Miles macht als Duettpartner beider eine gute Figur und erntet Ovationen für seinen Evergreen "Music". der die Synthese von Klassik und Pop schönstens illustriert. Zur Freude der deutschen Besucher sind Jupiter Jones aus der Eifel dabei, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Sie legen einen tollen Auftritt mit ihren Ohrwurm-Balladen "Nordpol-Südpol", "Still" und "Immer für Immer" hin. Auch Luxemburg ist mit einem Beitrag vertreten, der Band "Dreamcatscher" und ihrem Song "Verleur". Nach einem furiosen Finale mit "Hey Jude" enden drei abwechslungsreiche Stunden.

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