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Große künstlerische Kraft und viele neue Ideen

Große künstlerische Kraft und viele neue Ideen

"bildwärts" ist der Titel der aktuellen Ausstellung in der Galerie am Pi in Weißenseifen. Gezeigt wird Typisches und Überraschendes der Bitburger Künstlerinnen Suren Aurora (Malerei) und Margit Schlösser (Skulptur). Die bemerkenswerte Schau endet am 17. April.

Weißenseifen/Bitburg. Dreifache Spannung steckt für den pensionierten Amtsgerichtsdirektor und amtierenden Vorsitzenden des Kunstkreises Beda, Werner von Schichau, in der Ausstellung, die die Galeristin Christiane Hamann zurzeit in der Künstlersiedlung Weißenseifen präsentiert. Erstens berührten den Besucher draußen die monumentalen Steinkunstwerke des früheren Hausherrn Albrecht Klauer-Simonis und empfingen ihn drinnen feinsinnige Bilder und Skulpturen in der Handschrift der beiden Damen Suren Aurora und Margit Schlösser. Zweitens sei die Kombination der sensiblen Stelen Margit Schlössers mit den farbreichen Figuren- und Landschaftsbildern Suren Auroras überaus reizvoll. Und drittens sorgten beide innerhalb ihrer eigenen künstlerischen Auswahl für Typisches und Überraschendes gleichermaßen.
"In dieser Ausstellung verbinden sich viel künstlerische Kraft und viele neue Ideen", erklärte Werner von Schichau in seiner Rede zur Eröffnung der ersten Ausstellung im Jahresprogramm der Galerie am Pi (siehe Extra).
Christiane Hamann sagte zum Titelwort der Ausstellung, dass "bildwärts" als vor- und rückwärts gedeutet werden könne. So weise Margit Schlössers Nofretete-Skulptur auf eine weit zurückliegende Kulturepoche hin. Suren Aurora fange Gegenwartsmomente und Spiegelungen ein. Was die beiden Künstlerinnen verbindet: Sie widmen sich seit jeher der Kunst, sind seit Jahrzehnten freischaffend, sind Mitglieder des Kunstkreises Beda in ihrer Heimatstadt Bitburg, sind Studentinnen der Kunstakademie in Trier, sind unter anderem bei den landauf, landab hoch angesehenen Ausstellungen der Europäischen Vereinigung bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK) in Prüm vertreten. Die gebürtige Inderin Suren Aurora (78) war Lehrerin für Kunst, Englisch und Arbeitslehre. Ihre bevorzugten Techniken sind Acryl und Öl, ihre Motive die Pfirsichblüte und das Schilf, Figuren in Landschaften, Studien in Farben. "Ich möchte malen, solange ich lebe", sagte sie.
Margit Schlössers (71) Metier ist der Ton, den sie in Aufbautechnik und mit verschiedenen Brennverfahren gestaltet. Weißenseifen hatte sie beim Besuch des legendären Künstlersymposiums im vorigen Jahr kennen gelernt.
"Nun bin ich glücklich, an diesem besonderen Ort auszustellen", meinte sie. bb
Extra

"bildwärts" ist die erste Ausstellung in diesem Jahr in der Galerie am Pi. Sie ist freitags bis sonntags, jeweils von 14 bis 18 Uhr, sowie nach Vereinbarung geöffnet. Die Finissage ist am Sonntag, 17. April, um 15 Uhr im Rahmen eines Kamingesprächs mit den beiden Künstlerinnen. Vom 1. bis 22. Mai stellt die Künstlergruppe "Eigenart" aus dem Raum Hillesheim/Daun aus. Im Vorfeld des am 17. Juli beginnenden 43. Symposiums zeigt der Maler, Grafiker und Holzschnittkünstler Joachim Mennicken (Frankfurt am Main) seine Arbeiten (Vernissage am 26. Juni). bb Info: Christiane Hamann, Am Pi 2, 54597 Weißenseifen, Telefon 06594/883, E-Mail: chrihamann@galerie-am-pi.de