Große Kunst in kleinem Dorf

Große Kunst in kleinem Dorf

Max Hetzler ist Galerist mit Niederlassungen in Paris und Berlin, doch alljährlich zeigt er zeitgenössische Kunst auch im kleinen Weidingen. Die Eröffnung seiner Sommerausstellung ist Treffpunkt für Gäste aus aller Welt, wie auch der Einwohner des 184-Seelen-Orts.

Weidingen. Diesmal steht ein einziges Gemälde von Albert Oehlen im Zentrum der aktuellen Ausstellung in Weidingen, die am vergangenen Wochenende eröffnet wurde: "Help me, I'm a rock" ist rund acht Meter lang, drei Meter hoch - und nimmt fast die gesamte Breite des Ausstellungsgebäudes auf dem Anwesen von Max Hetzler und seiner Ehefrau Samia Saoma ein.
Rund 150 Gäste sind gekommen, lauschen dem Solo-Konzert des schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson oder sitzen an den langen Tischen im Garten vor dem Gästehaus. Einen weiteren Anlass bietet die Eröffnung eines besonderen Gebäudes: die "Bibliothek Günther Förg" mit mehr als 3000 Kunstbüchern und Gemälden des deutschen Malers, Bildhauers und Fotokünstlers.
"Mal kommen ganze Gruppen, mal Einzelpersonen", sagt Max Hetzler zum Publikum seiner Sommerausstellung. Für ihn steht fest: "Es bleibt spannend und es lohnt sich, hier in Weidingen auszustellen." Seit 2012 existiert aus diesem Anlass die Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur, die Hetzler und Saoma gegründet haben.
"Für Weidingen ist das eine Bereicherung", sagt Ortsbürgermeister Matthias Moos. Dank der Sommerausstellungen und der Stiftung sei das Interesse an dem kleinen Ort und seiner Umgebung gestiegen. Und das, so sagt Moos, "tut uns in vielen Belangen mal ganz gut." now

Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 28. August, täglich von 13 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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