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Handschriften aus Echternach und Luxemburg

Handschriften aus Echternach und Luxemburg

Die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv Trier zeigen vom 19. April bis zum 17. Juli eine hochkarätige Ausstellung mittelalterlicher Handschriften und Urkunden aus Echternach und Luxemburg.

Trier. (red) Bedingt durch die Koalitionskriege und die Säkularisation kam es im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zur Auflösung zahlreicher Klosterbibliotheken. Auch die Abtei Echternach war davon betroffen. Kostbare Handschriften, Urkunden und frühe Drucke wurden zerstreut und wanderten ab, wobei vor allem die spätere Nationalbibliothek Paris zum Auffangbecken heimatlos gewordener Handschriften aus Echternach wurde. Der Jurist und Historiker Michael Franz Josef Müller (1762-1848), seit 1797 Friedensrichter in Echternach, sorgte dafür, dass bedeutende Echternacher Urkunden nach Trier gelangten. Neben der Stadtbibliothek und dem Stadtarchiv verfügt auch der Trierer Domschatz über Bestände aus Echternach. Ab Montag, 19. April, sind zahlreiche bedeutende Handschriften in der Stadtbibliothek und im Stadtarchiv Trier zu sehen.

Ergänzend zu den Trierer Beständen liefert die Nationalbibliothek Luxemburg zwei Exponate von hohem Rang: die Echternacher Riesenbibel und das Fragment einer mathematischen Schrift aus dem 11. Jahrhundert. "Ohne Zweifel bildet die Präsentation eine der bedeutendsten Handschriften-Ausstellungen, die es in diesem Jahr in Deutschland zu sehen gibt", so Historiker Michael Embach. "Auf eindrucksvolle Weise tritt der alte Kulturraum Trier-Luxemburg vor Augen." Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 bis 17 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr.