Haydn mal zwei

Haydns Todestag jährt sich zwar erst am 31. Mai zum 200. Mal. Aber umsichtige Veranstalter beginnen schon rechtzeitig im Januar mit den Vorbereitungen zum Jubiläum. Immerhin zweimal ist Haydn im Januar-Programm der Philharmonie präsent.

Luxemburg. (mö) Wo das Jahr 2009 mit Händel, Haydn und Mendelssohn gleich drei Jubilare bereithält, kann die Luxemburger Philharmonie nicht zurückstehen. Mit drei Sinfonien und den beliebten "Jahreszeiten" von Haydn gibt sie im Januar einen Einstieg zum Jubiläumsjahr. Händel und Mendelssohn werden folgen.

Bamberger Symphoniker (10. Januar, 20 Uhr): Die Symphoniker unter Chef Jonathan Nott beginnen das philharmonische Jahr mit Klassikern des 20. Jahrhunderts, darunter Bartoks zweitem Klavierkonzert (Solist Pierre-Laurent Aimard) und Strawinskys "Sacre".

La Chambre Philharmonique (12. Januar, 20 Uhr): Das Orchester aus Grenoble widmet sich unter seinem Gründer und Leiter Emmanuel Krivine ganz Joseph Haydn und spielt die Sinfonien 83 ("La Poule") und 104 ("Salomon") sowie die Sinfonia concertante, die gelegentlich auch als Sinfonie Nr. 105 gezählt wird. "Piccadilly" mit dem Brussels Jazz Orchestra (15. Januar, 20 Uhr): Einer der großen Stummfilm-Klassiker mit Musik von einem preisgekrönten Jazz-Ensemble.

London Symphony Orchestra (17. Januar, 20 Uhr): "Concert exceptionnel" titelt die Philharmonie und meint damit zweifellos nicht nur das Londoner Orchester unter Star-Dirigent Colin Davis, sondern auch die Komposition: Verdis Requiem.

Andras Schiff (18. Januar, 20 Uhr): Der ungarische Pianist, dessen Beethoven-Zyklus auf CD die Kritiker zu hymnischen Lobreden hinriss, kommt mit einem Schumann-Programm in die Philharmonie, darunter den "Geistervariationen" aus der letzten Lebensphase des Komponisten.

Hilliard-Ensemble (20. Januar, 20 Uhr): Das berühmte britische Ensemble, von seinen Trierer Auftritten in nachhaltiger Erinnerung, präsentiert in Luxemburg die Renaissance-Musik seiner Heimat, unter anderem vom Christopher Tye und Thomas Tallis.

H2O (24. Januar, 20 Uhr): Das "Orchestre Philharmonique" und Moderator Klaus Brettschneider liefern eine Lehrstunde zum Thema "Wasser in der Musik". Auf Deutsch!

Ludger Lohmann (28. Januar, 20 Uhr): Der angesehene, in Trier schon mehrfach präsente Organist musiziert an der großen Orgel der Philharmonie ein nachweihnachtliches Programm mit Buxtehude, Bach, Grigny, Reger und Dupré, darunter Bachs Kanonische Veränderungen über "Vom Himmel hoch".

Ildiko Raimondi (28. Januar, 20 Uhr, Kammermusiksaal): Die österreichische Kammersängerin, auf der Bühne und auf dem Podium gleich beliebt, und ihr Klavierbegleiter Charles Spencer haben ein Programm aus Goethe-Vertonungen zusammengestellt - unter anderem von Beethoven, Schubert und Hugo Wolf.

Arsys Bourgogne (29. Januar, 20 Uhr): Haydn zum Zweiten. Das angesehene Vokalensemble und das "Orchestre Philharmonique" mit den "Jahreszeiten". Leitung: Pierre Cao.

Karten: (00352) 2632 2632.