Heckmeck: "Wir machen weiter"

Heckmeck: "Wir machen weiter"

Der Sommer ist vorbei und mit ihm das Kinder- und Jugendkulturfestival Sommerheckmeck. Insgesamt rund 7000 Besucher zählten die Veranstalter in diesem Jahr. Das motiviert sie schon jetzt zu Plänen für die nächste Auflage.

Zwei Erfolgsveranstaltungen des Festivals Sommerheckmeck: „Der Räuber Hotzenplotz“ (links) open air in Trier sowie die Multimediaperformance „Sophie Scholl“ über die Widerstandskämpferin gegen Hitler. Die Veranstaltung in Wittlich besuchten ganze Schulklassen. Fotos (2): Tufa, TV-Archiv: Christina Bents. Foto: (g_kultur

Trier "Junge Helden" standen im Mittelpunkt des Kinder- und Jugendkulturfestivals Sommerheckmeck, dessen sechste Auflage jetzt zu Ende gegangen ist. Ob Kasper und Seppl, die es mit dem Räuber Hotzenplotz aufnehmen, die freche Pippi Langstrumpf, der gar nicht so mutige Ritter Rost oder die wahre junge Widerstandskämpferin Sophie Scholl, die gegen Hitler aufbegehrte - diese und viele weitere Themen griff das Festival an vielen besonderen Orten in der Region auf - sei es als Theaterstück, Konzert, als Lesung, Kino oder Tanz. "Wir hatten etwa 7000 Besucher", bilanziert Teneka Beckers, Geschäftsführerin der Tufa in Trier, die das Festival zusammen mit Eva von Westerholt organisiert hatte. Trotz nicht optimalen Wetters bei manchen Open-Air-Veranstaltungen und zwei Absagen von Künstlern komme man auf eine Auslastung um die 90 Prozent. "Damit können wir zufrieden sein", so Beckers.
Als das Zugpferd schlechthin erwies sich erneut die große Eigenproduktion, "Der Räuber Hotzenplotz", der im Lottoforum auf dem Trierer Petrisberg insgesamt 14-mal gespielt wurde und regelmäßig überbucht war. Knapp 3600 überwiegend junge Besucher haben die Vorstellungen des Kinderbuchklassikers unter der Regie von Florian Burg kurz vor Beginn der Sommerferien gesehen. Auch die Multimediaperformance "Sophie Scholl" war gut besucht - zumal Schulklassen im Verband dorthin gingen.
"Kleinere Produktionen taten sich schwerer", gesteht Beckers ein, insbesondere wenn das Wetter schlecht war. Dennoch hält sie das Konzept, an besonderen Orten in der ganzen Region Kultur für Kinder und Jugendliche anzubieten, für grundsätzlich richtig. "Der Bedarf ist da", ist sie sicher, "wir sprechen ganz bewusst Trier und die Region an." Damit passe man auch genau in den rheinland-pfälzischen Kultursommer, der Kultur in Burgen, Schlösser und an andere besondere Orte im Land bringt. Und damit sei auch klar: "Wir machen weiter." Insgesamt fanden 41 Veranstaltungen an 16 Spielstätten statt mit 22 unterschiedlichen Angeboten quer durch alle künstlerischen Genres.
Bewährt hat sich laut Beckers, den Rahmen großer Events wie das Bitburger Folklorefestival, den Prümer Sommer oder Porta{+3} in Trier für Angebote zu nutzen. Das heißt nicht, dass das Festival sich in der nächsten Auflage in zwei Jahren nicht auch verändern will. Da sich in der Zeit vor den Sommerferien viele Bildungsveranstaltungen gegenseitig Konkurrenz machten, ist an ein Splitting der Festivaltermine gedacht. Damit will man auch die gute Kooperation mit den Schulen und Kindergärten weiter ausbauen. Ein Teil des Festivals könnte künftig in die Sommerferien fallen, ein weiterer in die Zeit zu Beginn des neuen Schuljahres. Dies erleichtere die Planung an Schulen und Kindergärten.

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