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"Herr der Ringe" für eine gute Sache

Das sinfonische Blasorchester Eifel spielt mit viel Engagement. TV-Foto: Gerhard W. Kluth
Das sinfonische Blasorchester Eifel spielt mit viel Engagement. TV-Foto: Gerhard W. Kluth
Hillesheim/Trier. Der Verein "Von Betroffenen für Betroffene" feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Musikalische Hilfe bekam die Organisation durch zwei Benefizkonzerte.

Hillesheim/Trier. Unterschiedlicher hätten die Räumlichkeiten nicht sein können, in denen das Sinfonische Blasorchester Vulkaneifel (SBO) seine beiden Benefizkonzerte veranstaltete.
Einmal das Zirkuszelt beim Hillesheimer Kulturzirkus und dann die ehemalige Abteikirche St. Maximin. Einmal die trockene Akustik in recht engen Verhältnissen und dann die weite Kathedralatmosphäre des ehemaligen Gotteshauses. Beide Konzerte waren ein voller Erfolg. Nicht nur für den Verein, sondern auch für die Musiker und ihre Zuhörer. Hermann Becker, Gründer und Vorsitzender der Hilfsorganisation "Von Betroffenen für Betroffene", die sich auf vielfältigste Weise darum kümmert, Kindern, die in irgendeiner Form mit einer Krebserkrankung in Berührung gekommen sind, zu helfen, ist restlos begeistert. Becker: "Es war ein tolles Wochenende und vor allem in Trier hatten wir nicht mit so vielen Besuchern gerechnet."
Insgesamt spielte das SBO an diesen zwei Tagen rund 3500 Euro ein. Geld, das die Helfer gut gebrauchen können. Stolz und zufrieden war auch Jochen Hofer, Leiter des SBO. Die 61 Musikerinnen und Musiker hatten sich ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, mit dem sie ihr Publikum begeistern konnten. Im Mittelpunkt stand nichts weniger als eine komplette Symphonie. Der Niederländer Johan de Meij hat auf der Grundlage von "Der Herr der Ringe" ein imposantes Werk geschaffen, das einem Klangkörper wie dem SBO alles abverlangt.
Die Eifeler bewältigten ihre Aufgabe mit Bravour. Quer durch alle Register konnte man beobachten und vor allem hören, dass die Musiker mit Engagement und Freude hochkonzentriert bei der Sache waren. Sie konnten mit einem satten Tutti beeindrucken, aber vor allem die intonatorisch sehr sauberen Pianostellen verblüfften und bezauberten. Dass die Symphonie ein Erfolg wurde, dafür sorgte auch Wilhelm Seggewiß, der zur Musik die Geschichte erzählte. Was für den ersten Teil des Konzertes an Prädikaten galt, setzte sich auch im zweiten Teil, unter anderem mit Leonard Bernsteins "Candide Suite" und mit de Meijs "The Woman in White" fort. Beiden Konzerten kann man nur bescheinigen: perfekte Hilfe. gkl