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Weltkulturerbe: Hintergrund: Unesco-Welterbestätten und der Trierer Codex Egberti

Weltkulturerbe : Hintergrund: Unesco-Welterbestätten und der Trierer Codex Egberti

Was verbindet die Porta Nigra mit den Pyramiden Ägyptens, den Aachener Dom mit dem Tadsch Mahal oder die Völklinger Hütte mit der Inkastadt Machu Picchu in Peru? Es sind laut Unesco Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften, „deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre“.

p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 14.7px Times; color: #212121; -webkit-text-stroke: #212121}span.s1 {font-kerning: none}Sie zu schützen liege nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern sei Aufgabe der Völkergemeinschaft. 1972 hat die Unesco - die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur - das "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet. 192 Staaten haben inzwischen unterzeichnet.

1052 Stätten in 165 Ländern sind geschützt, darunter auch 203 Naturstätten. Deutschland ist auf der Liste mit 41 Welterbestätten vertreten. "Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche von Trier" zählen seit 1986 als eine davon.

Auffällig ist, dass sich die Bewerber mit den größten Chancen heute deutlich von jenen früherer Jahrzehnte unterscheiden. Vorrang haben laut Unesco-Sprecherin Katja Römer Naturerbestätten sowie von Kulturerbestätten aus Zeitepochen und Regionen, die bisher nicht ausreichend auf der Unesco-Liste repräsentiert sind. Kulturlandschaften und Industriedenkmäler haben daher heute deutlich bessere Chancen als Barockkirchen und oder mittelalterliche Burgen.

Der Egbert-Kodex oder "Codex Egberti" ist eine der bekanntesten Handschriften der Welt. Seit 2004 gehört der Kodex zum Unesco-Weltdokumentenerbe. Berühmtheit erlangte das Buch, das zwischen 977 und 993 unter dem Trierer Erzbischof Egbert geschaffen wurde, wegen seiner 60 prachtvollen Malereien, die das Leben und die Taten Christi verbildlichen. Diese bilden laut Trierer Stadtbibliothek, die den Kodex in ihrer Schatzkammer aufbewahrt, "den ältesten erhaltenen ikonographischen Zyklus zum Leben Jesu in einem Buch". Der wertvolle Kodex wurde einst zum persönlichen Gebrauch von Erzbischof Egbert geschaffen.