"I'll be back"

Er war Barbar, Roboter aus der Zukunft und Kindergartencop - einer der erfolgreichsten Filmstars aller Zeiten und Gouverneur des bevölkerungsreichsten amerikanischen Bundesstaats. Nun ist Arnold Schwarzenegger an der Seite von Sylvester Stallone zurück auf der großen Leinwand - und hat noch lange nicht genug.

Los Angeles. Für viele Cineasten klang es wie eine Drohung. Als Arnold Schwarzenegger in James Camerons "Terminator" 1984 verkündete wiederzukommen, wünschte sich mancher Filmfan, der Fleischberg mit dem österreichischen Akzent möge für immer in der Versenkung verschwinden. Doch für Schwarzenegger bedeutete die Rolle des titelgebenden Roboters den endgültigen Durchbruch in Hollywood. Sein Spruch "I\'ll be back" avancierte zu einem der bekanntesten der Filmgeschichte.
Knapp drei Jahrzehnte später macht der gebürtige Steirer seine Worte wahr. Nach fast zehn Jahren Auszeit vom Filmgeschäft kehrt Schwarzenegger mit "The Expendables 2" ins Kino zurück. Zwar hatte Arnie in seiner Zeit als Gouverneur von Kalifornien (2003 bis 2010) drei Kurzauftritte, sein politisches Amt verbat jedoch ein längeres Engagement.
Herr der Dinge


Ein Jahr nach dem Ehe-Aus mit Journalistin und Kennedy-Nichte Maria Shriver reanimiert Schwarzenegger nun seine Filmkarriere. Bis auf Steven Seagal und Jackie Chan vereint "The Expendables 2" alle Actionstars der vergangenen 30 Jahre. An der Seite von Sylvester Stallone, Bruce Willis & Co. lässt Arnie gehörig seine Muskeln spielen - und das im zarten Alter von 65 Jahren.
Nötig hat der Muskelprotz das nicht mehr. Als Schwarzenegger nach den ersten, eher unfreiwillig komischen Gehversuchen im Filmgeschäft 1984 endlich reüssiert, hat er seine erste Karriere bereits hinter sich, finanziell längst ausgesorgt. Die erste Million hat der erfolgreiche Bodybuilder schon Ende der 1960er mit dem Vertrieb von Fitnessartikeln in der Tasche. Als Immobilienmakler vermehrt er sein Vermögen im darauffolgenden Jahrzehnt. In den 80ern mutiert er schließlich zum bestbezahlten Actionstar der Welt - und das trotz eines für Amerikaner beinahe unaussprechlichen Nachnamens, eines grauenhaften Akzents und keinerlei schauspielerischen Talents.
Dank handwerklich überzeugender Filme und viel Ironie sieht ihm sein Publikum dies nach. In den USA sicherlich auch deswegen, weil die Zuschauer allzu gerne an den Mythos des Außenseiters glauben möchten, der vom Tellerwäscher zum Millionär wird. Doch der aus armen Verhältnissen stammende Schwarzenegger verfolgte seine Karriere nahezu verbissen. Stets hält er die Fäden in der Hand. Der Gang in die Politik scheint mit dem Kennedy-Clan und seiner Popularität im Rücken der einzig logische Schritt auf der Karriereleiter.
Unendliche Geschichte


Mit 65 könnte sich Schwarzenegger nun getrost zur Ruhe setzen. Doch von der großen Leinwand wird er nicht so schnell verschwinden. Zwei weitere Actionstreifen hat er bereits abgedreht. Drei Filmprojekte sind im Gespräch - darunter eine Fortsetzung seiner Erfolgskomödie "Twins" (1988), erneut unter der Regie von Ivan Reitman.
Ob der gealterte Star, dessen Gesicht immer mehr dem seiner Wachsfigur bei Madame Tussauds ähnelt, noch ein junges Publikum findet, scheint unwahrscheinlich. Angesichts beschleunigter Helden der "Bourne"-Trilogie oder der neuen "Bond"-Filme wirkt Schwarzeneggers Action doch recht schwerfällig. Entscheidend an der Kinokasse könnte jedoch eine ganz andere Generation sein - diejenigen, die mit dem Terminator aufwuchsen und mittlerweile vielleicht ebenfalls die eine oder andere Karriere hinter sich haben.
Extra

In seiner über 40-jährigen Karriere hat Arnold Schwarzenegger in 28 Kinofilmen gespielt. Hier eine Auswahl seiner wichtigsten Filme: Conan der Barbar (1982) Conan der Zerstörer (1984) Terminator (1984) Phantom Kommando (1985) Predator (1987) Twins - Zwillinge (1988) Die totale Erinnerung - Total Recall (1990) Terminator 2 - Tag der Abrechnung (1992) True Lies (1994) Eraser (1996) Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2003) fas

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