"Ich liebe den Menschen und ich liebe das Leben"

"Ich liebe den Menschen und ich liebe das Leben"

"Klang der Farben" heißt die Ausstellung mit Ölgemälden, Aquarellen und Grafiken von Werner Persy, die derzeit in der Galerie Kloster Karthaus in Konz zu sehen ist. Gezeigt werden Arbeiten, die sich mit dem Thema Musik und Tanz befassen. Der aufwendige Katalog enthält zudem frühe Federzeichnungen zu einem historischen lateinischen Gebetbuch. Zu seinem Werk sagt der 1924 geborene und in Trier arbeitende Künstler:

Der Mensch steht im Zentrum meines Werkes mit allen Erscheinungen seines Daseins, vom Alten Testament bis heute. Ich finde, der Mensch hat sich nicht verändert. Also versuche ich, seine seelische Verfassung über die Zeit hinweg darzustellen - mit allen Facetten und den modernen Mitteln unserer Zeit.
Die Ästhetik spielt für mich dabei eine wichtige Rolle. Bilder sollen schön sein, sie sollen Harmonie ausdrücken. Als Gegenpol zu unserer hektischen, unruhigen Zeit sollen sie - nicht zuletzt über die Ästhetik - einen Ruhepunkt darstellen.
Diese Ausstellung ist dem Farbklang und dem Thema Musik gewidmet. Die Zusammenhänge zwischen Musik und Malerei sind über alle Zeiten spürbar. Beide leben in meinen Bildern von Harmonie und Ästhetik. Ich selbst liebe die Musik sehr. Ich habe lange Zeit Violine gespielt. Doch dann habe ich in mir ein malerisches und zeichnerisches Talent entdeckt. Da habe ich meine Violine gegen Feder, Pinsel und Farbe getauscht.
Seit meinen Anfängen hat sich meine Malerei inhaltlich durchaus verändert. Früher war ich mit meiner Kunst doch stärker im Alten Testament und historischen Texten verhaftet. Im Laufe der Jahre ging ich immer mehr dazu über, mich malerisch mit dem Menschen unserer Zeit ausein anderzusetzen. Das Spannungsfeld der menschlichen Existenz zwischen Leben und Tod hat mich schon immer sehr beschäftigt. Ich liebe nun mal den Menschen und ich liebe das Leben, und das versuche ich in meiner Kunst wiederzugeben."

Aufgezeichnet von
Eva-Maria Reuther

Bis 29. März, Öffnungszeiten: donnerstags und freitags 17 bis 20 Uhr, samstags und sonntags 15 bis 18 Uhr.

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