„Illuminale“ und „City-Campus“ bieten besondere Lichterlebnisse in Trier

Leuchtkunst : Trier geht ein Licht auf

„Illuminale“ und „City-Campus“ sorgen mit Installationen rund um den Dom für besondere Erlebnisse.

(red) Der Countdown läuft: Am Freitag, 27. September, starten „Illuminale Trier“ und „City Campus“ in eine neue Runde. Universität und Hochschule Trier sowie die Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm) präsentieren dort ihre Leuchtprojekte aus Kunst und Wissenschaft. So werden rund 60 Wissenschaftler und Beschäftigte Themen von Papyrologie bis Virtual Reality beim „City Campus“ auf dem Hauptmarkt, bei der Volkshochschule und auf dem Domfreihof präsentieren. Die „Illuminale“, die auch am 28. September stattfindet, steht ganz im Zeichen des Mottos „heimat/en“ des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz. Zu den Höhepunkten des Lichtfestes zählen ein Videomapping auf die Westfassade des Trierer Doms und eine Lichtinstallation in Liebfrauen. Zudem werden über 600 gebastelte Lampions das Domareal erleuchten.

„Es geht um Licht, Wissenschaft und das Welterbe, und es geht darum, die Triererinnen und Trierer mitgestalten zu lassen“, sagte Norbert Käthler, Geschäftsführer der ttm, zu den beiden Veranstaltungen „City Campus“ und „Illuminale“: Für Prof. Dr. Dorit Schumann, Präsidentin der Hochschule Trier, bietet der „City Campus“ ideale Bedingungen, junge Menschen für die Wissenschaft zu gewinnen. So müssten gerade Frauen stärker in den MINT-Studiengängen vertreten sein: „Es geht für uns etwa darum, Schülerinnen für Technik zu begeistern und an die entsprechenden Studiengänge heranzuführen.“ Dabei sei auch die Zusammenarbeit mit der Universität, wie das Beispiel Römerschiff zeige, von großer Bedeutung. Mit „Laurons II“, „Ada-Lovelace“ und der Studienberatung gibt es auf dem „City Campus“ drei Kooperationsstände von Universität und Hochschule.

Prof. Dr. Georg Müller-Fürstenberger, Vizepräsident der Universität Trier, betont, der „City Campus“ halte ein attraktives Angebot bereit: „Auf dem City Campus präsentiert sich die Wissenschaft mit spannenden Projekten und einem hohen Unterhaltungswert.“ So sei es gelungen, mithilfe der Förderkreise von Universität und Hochschule sowie Fördergeldern der Nikolaus-Koch-Stiftung insgesamt 19 Stände zusammenstellen. Die Vielfalt der Projekte reicht von exotischen Spinnen und Insekten, über Forschung mit Eye-Tracking-Brillen bis hin zu Stresstests der Psychologie. Und auch das Thema „Licht“ spielt – passend zur „Illuminale“ – auf dem „City Campus“ eine Rolle.

Das Lichtkunstfestival zeigt sowohl am Freitag als auch am Samstag insgesamt 20 Projekte rund um Dom und Liebfrauen. Für Thomas Schmitt, Kulturdezernent der Stadt Trier, nimmt der inklusive Charakter der Illuminale eine wichtige Rolle ein: „Es ist ein besonderes Anliegen der Stadt, dass die Trierer Schulen, Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Projekte die Illuminale aktiv mitgestalten.“ Deshalb seien die über 600 Lampions ein Herzstück des Lichtfestivals. Die wohl aufwendigste Installation, „SOUL MAP“, von Michael Batz, künstlerischer Leiter des Hamburg Art Ensembles, greift das „heimat(en)“-Motto auf. Elf Beamer projizieren Lichtbilder auf die Westfassade des Doms. Sie wird damit zu einer über 3000 Quadratmeter großen Leinwand. Zu den größten Herausforderungen bei der Konzeption dieses sogenannten „Videomappings“ gehört laut Batz die Proportion der Kirche: „Der Dom ist ein mächtiges Bauwerk voller Geschichte und ein polyphones Werk, das in seiner Bauweise sehr differenziert ist.“ Mit der Liebfrauenbasilika ist ein zweites Trierer Unesco-Bauwerk Teil der Illuminale. Bei der Lichtinstallation „HEIMAT: HIMMEL“ stünde der Dialog im Vordergrund, meint Thomas Berenz, bischöflicher Beauftragter für Erwachsenenbildung. „Wir wollen Menschen mit Distanz zur Kirche in den Raum bringen und zum Nachdenken anregen.“

Zahlreiche Mitmachaktionen wie „Inaccessible Home“, „Daje, dau Doas“, oder „Lightpainting“ sowie ein Musik- und Kunstprogramm der Kulturkarawane komplettieren die „Illuminale“.