In die Glocke, nicht auf die Glocke

Trier · Kosmopolit mit Wahlheimat Trier: Der Profi-Musiker Chitral Somapala arbeitet derzeit am Soundtrack für einen Kinofilm. An Fastnacht gibt der Sänger gemeinsam mit einem Percussionisten zwei kostenlose Akustikkonzerte in der "Glocke".

Trier. Projekte, Projekte! Wenn man Chitral "Chity" Somapala in Trier über den Weg läuft, kann man ziemlich sicher sein, dass er was zu erzählen hat. Immer in Bewegung sein, das gehört für den sri-lankischen Sänger und Bassisten, der seit 1995 in Trier lebt, zum Geschäft. Kürzlich übernahm er noch in England den Part des von ihm verehrten, vor knapp zwei Jahren verstorbenen Sängers Ronnie James Dio bei einer "Rainbow"-Tributeband.
Das passt ins Konzept derer, die ihn in die Schublade "klassischer, langhaariger Metalsänger" stecken wollen. Bis Oktober 2011 war er zudem Sänger der britischen Powermetal-Band Power Quest, ist dann aber auf eigenen Wunsch ausgestiegen. Das ist die eine Seite. "Aber nur Metal allein - das ist nicht genug", sagt "Chity", der in Trier auch als Gesangslehrer arbeitet. Derzeit produziert der 45-Jährige in seinem Wohnzimmer-Studio den Soundtrack zum Kinofilm "A Night in Colombo", es wird ein reines Instrumental-Album: "Das besteht zur Hälfte aus westlicher Musik, zur Hälfte geht es in Richtung Bollywood. Das entsteht vor allem am Computer." Film-Regisseur Priyantha Colombage wird sich die Musik für seinen Film im Sommer auch vor Ort in Trier anhören können: "Er kommt mich dann besuchen. Ich kenne ihn aus meiner Kindheit."
Keine Karnevalslieder


Nicht laut und metallisch, also mal gar nicht "voll auf die Glocke", wird Chity Somapala bei seinen nächsten beiden kleineren Auftritten in Trier zu erleben sein: Er singt dann zur Akustikgitarre, gemeinsam mit dem Percussionisten Benam Hassani, im Trierer Gasthaus "Zur Glocke" - und zwar am Weiberdonnerstag (ab 19 Uhr) und am Samstag, 18. Februar (21.30 Uhr). "Wir spielen dann Coversongs, aber auch eigene Stücke." Karnevalslieder werde es dann aber sicher nicht von ihm zu hören geben.
Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Der "normale" Gaststättenbetrieb wird durch die Akustikkonzerte nicht eingeschränkt.

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