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Josef Zierden vom Eifel-Literatur-Festivals kritisiert Corona-Regeln

Eifel-Literatur-Festival : Festivalmacher kritisiert Literatur-Lockdown

Josef Zierden ist bekannt für deutliche Worte. Die hat der Organisator des Eifel-Literatur-Festivals auch in den vergangenen Tagen gefunden. „Was man sich als Kulturveranstalter wünscht: dass die rheinland-pfälzische Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (CoBeLVO RLP) landeseinheitlich ausgelegt wird.“ Stein des Anstoßes war, dass er die mit Pater Anselm Grün für den 29. April in der Basilika St. Salvator in Prüm geplante Lesung absagen muss, „weil sie vom Gesundheitsamt des Eifelkreises verboten wurde“.

Und das, obwohl eine Lesung des gleichen Autors in Koblenz möglich sei. Zierden: „Dasselbe Bundesland, derselbe Referent, dieselbe Vortragsform, derselbe Veranstaltungsort und doch unterschiedliche Auslegungen.“ Das passe “irgendwie zum Corona-Chaos-Bild dieser Tage in Bund und Land“.

Thomas Konder, Pressesprecher des Eifelkreises Bitburg-Prüm, widerspricht: „Wir haben die Veranstaltung nicht untersagt, sondern darauf hingewiesen, dass diese mit den aktuellen Corona-Regeln nicht vereinbar ist.“ Die Voraussetzungen unter denen kulturelle Veranstaltungen möglich seien, seien in der aktuellen CoBeLVO eng definiert. Danach dürften Lesungen mit Publikum zurzeit nicht stattfinden. Erlaubt seien hingegen Gottesdienste unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln.

Das alles befriedigt Zierden nicht. Zähneknirschend musste er gestern auch die für den 23. April in der Karolingerhalle in Prüm geplante Lesung mit der Romanschriftstellerin Dörte Hansen in den Herbst verschieben.