Journalisten von morgen: So sehen Sieger aus!

Journalisten von morgen: So sehen Sieger aus!

Sie heißen Specht, Eichenblatt oder Klecks: Schülerzeitungen bringen Ereignisse in und außerhalb der Schulen näher. Die Leser sind jung, die Macher hinter den Geschichten sind es ebenfalls - und hoch motiviert. Dafür gab es nun Preise.

Malu Dreyer und eine neue Schulmitarbeiterin - das sind nur zwei der vielen Themen im neuen Humburg. Die achte Ausgabe der Schülerzeitung des Trierer Humboldt-Gymnasiums ist jüngst erschienen. Für Marie Marxmeier bedeutet das vor allem: Feierabend. Die 16-Jährige ist eine der Humburg-Chefredakteurinnen. "Die Endphase ist stressig", sagt die Schülerin. Korrekturlesen, Layout, Koordination - das alles läuft quasi nebenher zum Schulbetrieb. Ans Aufhören denkt sie nicht. "Schreiben macht mir sehr viel Spaß. Es ist spannend, alles machen zu können."

So ähnlich wie Marie äußern sich auch andere Schülerzeitungsmacher. "Es ist viel Arbeit, aber ich bereue es nicht", betont etwa Edda Dietrich von der Augustiner-Realschule plus in Hillesheim (Landkreis Vulkaneifel). Die 15-Jährige will ihren Mitschülern einen Überblick über wichtige Themen in und außerhalb der Schule geben - und Kinder und Jugendliche zu Wort kommen lassen. "Wir wollen von Problemen erzählen", erklärt Alina Herres ihre Motivation. Die junge Schülerin hat die Zeitung der Grundschule Am Eichenhain in Hasborn (Kreis Bernkastel-Wittlich) mitgestaltet. Auch Janina Blum von der Trierer Medard-Schule ist im Nebenberuf Reporterin. "Man erfährt mehr über das Leben", sagt sie.

Was diese jungen Journalisten ihren Lesern präsentieren, das sind bunte Geschichten, ergänzt um Rätsel, Comics und Fotos: Reportagen über Kapitalismus-Kritiker in Frankfurt, gefolgt von der Vorstellung des neuen Lehrers. Mobbing einerseits, Sport an der Schule andererseits. Solch vielfältige Arbeit gilt es zu ehren: Der TV hat anlässlich eines Workshops für Schülerzeitungsredakteure die besten Magazine prämiert (siehe Extra). "Wir brauchen auch in Zukunft leidenschaftliche Jounalisten, die Themen finden und recherchieren", wünscht sich Peter Reinhart, stellvertretender TV-Chefredakteur. Eine Zukunft ohne Klecks, AVG-Times, Stalker oder Humburg? "Unvorstellbar."

Die Zukunft, das ist zum Beispiel Grundschüler Jakub vom Keune-Agenten in Trier. Der Reporter ist erst sieben Jahre alt - seine Themen: Photosynthese und Wasserfußabdruck.Extra

Schueler, Ehrang, Lucky TV-Foto: Friedemann Vetter. Foto: Friedemann Vetter (ClickMe)

Den ersten Preis des TV-Schülerzeitungswettbewerbs gewann der Specht der Augustiner-Realschule plus in Hillesheim. Platz 2 und 3 belegen der Klecks des Thomas-Morus-Gymnasiums in Daun und der Keune-Agent der Keune-Grundschule in Trier. Einen Sonderpreis für die beste Neuerscheinung erhielt die Zeitung Voll Krass der Trierer Medard-Schule. Den Sonderpreis für das beste Layout gewann zudem der Dauner Klecks. Die nächste Runde des Schülerzeitungswettbewerbs ist bereits gestartet. Bis zum kommenden 1. September können junge Zeitungsmacher ihre Magazine einreichen. Ausrichter des Wettbewerbs ist diesmal das Land Rheinland-Pfalz - im jährlichen Wechsel mit dem TV und drei anderen Zeitungsverlagen im Land. Ausführliche Infos zu den Teilnahmebedingungen gibt es im Internet: http://schuelerzeitung.bildung-rp.de/. mc

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