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Keine Annäherung im Streit um Ring-Open-Air

Nürburg/Mendig. Die Dissonanzen zwischen Rock-am-Ring-Veranstalter Marek Lieberberg und den Verantwortlichen am Nürburgring sind offenbar nicht beigelegt. Wie die Rhein-Zeitung berichtete, gab es zwar ein Gespräch zwischen Lieberberg und der NR Holding AG, Mehrheitsgesellschaft an der Rennstrecke, über die Zukunft des Rings als Open-Air-Standort.

Grundlage für Überlegungen soll aber sein, dass alle "gerichtlichen Verfahren" beigelegt werden.
Den Streit um die Marke Rock am Ring führen jedoch die Sachverwalter der insolventen Nürburgring GmbH, Jens Lieser und der Trierer Thomas Schmidt. Diese wollen an dem laufenden Gerichtsverfahren festhalten. Als Treuhänder der Gläubigerinteressen sehen sich beide "verpflichtet, die Vermögenswerte des insolventen Unternehmens zu verwerten". Allerdings sei es noch möglich, sich außergerichtlich zu einigen, wenn "ein attraktives Angebot erfolgen würde". Dazu sagte Lieberberg: "Ich habe kein Angebot zu machen." Zudem stellte er klar, dass Mendig auch künftig der Standort für Rock am Ring sei. Er könne sich am Nürburgring ein "Elek-tronikfestival zu einem anderen Zeitpunkt vorstellen".

Lieberberg war mit seinem Festival vom Ring nach Mendig gezogen (Beginn 5. Juni), weil er sich mit dem neuen Eigner Capricorn 2014 nicht auf eine Fortsetzung einigen konnte. Die Sanierer der insolventen Rennstrecke hatten erreichen wollen, dass Lieberberg Rock am Ring nicht ohne ihre Zustimmung organisieren oder bewerben darf. Ersatz am Nürburgring sollte das Festival "Grüne Hölle Rock" sein, der Veranstalter Deag zog aber nach Gelsenkirchen. hrö/mkn/us