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Kirchennacht zum Kennenlernen

Kirchennacht zum Kennenlernen

Ein neues Erlebnis von Kirche hat die erste Nacht der offenen Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft Alftal gebracht. Bei der Rockmeditation zum Abschluss war das Hauptschiff der Pfarrkirche St. Quirinus gut gefüllt. Die Aktion soll in den kommenden Jahren in anderen Kirchen fortgesetzt werden.

Bengel. "Das war heute richtig schön in der Kirche. Von mir aus könnten wir so einen Tag noch mal machen", sagt Robert Martinewski. Mit einem Dutzend anderer Bengeler Kindern sorgt der Zehnjährige am Samstagabend dafür, dass die Kerzen, die die Wege zum Eingang zur Pfarrkirche St. Quirnius zeigen, brennen. Denn jetzt kommen die Erwachsenen zu ihrem Teil der Nacht der offenen Kirche in das Gotteshaus.
Bei einer Kirchenrallye hatten die Kinder das Gebäude bereits am späten Nachmittag erkundet. Sie hörten außerdem nicht nur Geschichten zu den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft, sondern stellten diese inklusive einer Feuerschale in der Kirche auch dar. "Die erste Stunde verlief etwas schleppend. Das war schon etwas deprimierend", erklärte das Bengeler Pfarrgemeinderatsmitglied Susanne Schwind, dass man sich mehr Zuspruch beim Nachwuchs erhofft hatte.
Kein Platz im Mittelschiff


Das gleichen abends die Erwachsenen aus. Eine Gruppe von Jugendlichen der Jugendkirche Marienburg bei Zell taucht den Innenraum des mehr als 100 Jahre alte Kirchengebäudes in neues Licht. Farben des Lebens lautet das Motto der Illumination. In der Pause bis zum Auftritt der Kellerband aus Thür bei Mayen ist der Pfarrsaal proppenvoll.
Ihren Zweck hat die Veranstaltung erfüllt: Mitglieder der Pfarreien Bengel, Bausendorf, Kinderbeuern und Hontheim kommen miteinander ins Gespräch. "Nachdem Hontheim 2009 zur Pfarreiengemeinschaft Alftal kam, haben wir beschlossen, dass wir die Kirchen gegenseitig vorstellen", erklärt der Vorsitzende des Pfarreienrats Michael Koch, wie die Idee zur Nacht der offenen Kirche kam.
Bei der Rockmeditation zum Abschluss ist im Mittelschiff dann fast kein Sitzplatz mehr frei. Robert Martinewski kann sich sicher sein: 2014 wird es eine Fortsetzung der Nacht der offenen Kirche geben. Dann wohl in Kinderbeuern. teu