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Klavierduo spielt Mozart

Klavierduo spielt Mozart

Das Klavier ist eines der ganz wenigen Instrumente, an dem zwei Musiker aktiv werden können. Im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum in Trier bestimmte diese Kombination einen ganzen Abend.

Trier. 20 statt nur zehn Finger sorgten für die Musik bei der Eröffnung der neuen Konzertsaison in der Trierer Windstraße. Das Klavierduo Heejung Kim und Tobias Hartlieb hatte ein Programm zusammen gestellt, das sich ganz auf Werke für Klavier zu vier Händen explizierte. Etliche Komponisten haben sich dieser Besetzung gewidmet, Wolfgang Amadeus Mozart ebenso wie Felix Mendelssohn Bartholdy und auch Claude Debussy. Die Problematik bei der Interpretation dieser Werke ist natürlich, dass es eine absolute Übereinstimmung zwischen den Pianisten geben muss, damit die Musik überzeugen kann. Ein Umstand, mit dem Kim und Hartlieb etwas zu kämpfen hatten.

Mozarts C-Dur Sonate, KV 521, fehlte es an Esprit, und auch Mendelssohns "Andante con Variationen", Opus 83a, hätte mehr Aussagekraft, mehr Farbenreichtum vertragen können. Anders war dies schon nach der Pause bei Debussys "Six épigraphes antiques", die von den Pianisten fein koloriert dargestellt wurden. Eine Entdeckung für den Großteil des Publikums dürfte die Sonate in f-Moll, Opus 22, des französischen Komponisten George Onslow gewesen sein. Sehr deutlich wurde bei diesem Werk, warum der Meister auch "der Beethoven Frankreichs" genannt wurde. Wenn auch die Interpretation des Duos ein wenig mehr Durchzugskraft, etwas mehr Freiheit und Verve hätte vertragen können, so war es doch ein Erlebnis, dieses selten gespielte Werk zu hören.

Termine

13. November: Preisträgerkonzert; 18. Dezember: Natalia Zagalskaya (Chopin, Mendelssohn, Saint-Saëns); 8. Januar: Wolfgang Manz und Jean-Claude (Bach, Händel, Haydn, Mozart); 5. Februar: Viktoria Lakissowaganz (Schumann); 12. März: Nikolaus Resa, Helena Berg (Mozart, Brahms)