Kleiner Mann lässt die Sau raus

Kleiner Mann lässt die Sau raus

Urlaub, der Vetter Hein Spack und eine Handsau, Männer und Frauen, und hin und wieder auch ein Seitenhieb auf die Politik - die Themen, die der Komiker Kalle Pohl bei seinem Auftritt in Hillesheim behandelt, sind vielfältig. Dabei ziehen sich Witze über seine Körpergröße wie ein roter Faden durch das Programm.

Hillesheim. Dass Kalle Pohl nicht groß ist, zumindest, was die Körperlänge angeht, wissen alle, die vor Jahren die Fernsehsendung "Sieben Tage, sieben Köpfe" gesehen haben. Damals machte Mike Krüger ständig Witze über den kleinen Komiker aus Köln. Aber Kalle Pohl macht auch selber reichlich Späße zu diesem Thema.
Zum Beispiel findet er, dass es für die Damenwelt doch heute gar nicht mehr wichtig sein sollte, wie groß ein Mann ist, selbst wenn diese einen guten Ernährer suchen. Denn die Zeiten, als es noch notwendig war, dass großgewachsene Männer mit möglichst reicher Beute von der Mammutjagd zurückkamen, die seien ja vorbei. Und Frauen, die dennoch kleine Männer verschmähen, seien wohl noch in der Steinzeit stecken geblieben. Heute müsse es doch eher heißen: "Oh toll, der hat einen fetten Schwabbelarsch, das ist sicher ein Beamter." Die Scherze von Kalle Pohl sind manchmal derb, auch bei der Wortwahl, aber er kommt gut bei den 150 Zuschauern an.
Seine Erlebnisse im Urlaub sorgen für große Heiterkeit. Vor allem der Bericht aus dem Cluburlaub mit dem stressigen Animateur Heiko trifft den Humor der Zuhörer. Als Pohl mit seinem Akkordeon ein Lied zu diesem Thema anstimmt, singen die Zuhörer den Refrain fröhlich mit.
Aber auch vor dem Thema Politik schreckt der Komiker nicht zurück und verkündet die Weisheit, dass Politiker wie Tauben sind: "Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen."
Wer Kalle Pohl aus dem Fernsehen kennt, der kennt auch seinen Vetter Hein Spack, der jeden Satz mit "dumm\' Sau" anfängt. Die Sau kommt dann noch in Form einer Handpuppe auf die Bühne, eine Einlage, die auch gut ankommt.
Zu richtig großer Form läuft Kalle Pohl gegen Ende seines Programms auf. Da präsentiert er einen wilden Opernmix - ein wenig Aida kombiniert mit einer Prise Figaro. Er singt und wechselt dabei blitzschnell die Rollen. Das ist sehr witzig und endet mit einem furiosen Musikfinale und lautem Beifall.
Bei seiner Zugabe kehrt Pohl wieder zum durchgehenden Thema seines Programms zurück und singt erneut darüber, warum es gar nicht schlimm ist, so klein zu sein.Extra

Das gibt es noch beim Hillesheimer Kulturzirkus: Donnerstag, 4. Juli, 20 Uhr: Rambling Rovers spielen Irish Folk. Freitag, 5. Juli, 20 Uhr: Johnny Cash Experience bringt die Hits von Country-Legende Johnny Cash auf die Bühne. Samstag, 6. Juli, 20 Uhr: Collegium Vocale aus Jünkerath singt A-cappella-Musik Sonntag, 7. Juli, 11 Uhr: Musikalischer Frühschoppen mit The Yellow Tone Orchestra red