Kommentar zum Kulturhafen

Kommentar: Kulturhafen : Eine Premiere mit viel Charme

Es ist sehr leicht, sich daran zu gewöhnen: Ein zweiwöchiges Kultur-Festival mit freiem Eintritt, ohne Kontrollen, mit Sitzgelegenheit direkt vor der Mosel. Wo man auch spontan und je nach Wetter und Gusto entscheidet, ob das Jazzkonzert, der Kinofilm, das kleine Theaterstück oder der Chor-Auftritt gerade ins eigene Programm passt.

Ein Festival ohne ganz große Namen, aber mit einem breiten Mix, entspanntem Publikum – und durchaus auf hohem künstlerischen Niveau. 

Auch ohne allzu große Vorlaufzeit ist der Kulturhafen Zurlauben bei einer Premiere zum Erfolg geworden – insgesamt rund 6500 Besucher haben sich für die ganz unterschiedlichen Veranstaltungen auf den Weg ins frühere Fischerdorf gemacht. Das bringt nicht nur den Trierern die Mosel näher – es ist auch eine Aufwertung für die ganze Stadt samt Umgebung. Ob der Kulturhafen aber trotz des guten Starts zur Tradition werden kann, ist noch völlig offen. Die Stadtverwaltung hat in diesem Jahr Geld ins Projekt gesteckt. Einmalig, als Impulsgeberin, um zu zeigen, was im neuen Zurlauben möglich ist. Wenn es weitergehen soll, müssen im nächsten Jahr andere Sponsoren und Kultur-Investoren den Anker werfen. Zu wünschen wäre es.

a.feichtner@volksfreund.de

Mehr von Volksfreund